Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore (2022)

Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore (2022)

Phantastische Tierwesen: Dumbledores Geheimnisse
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  3. 142 Minuten

Filmkritik: Zaubern mit dem Liebsten

Der neue Depp
Der neue Depp © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Albus Dumbledore (Jude Law) hat grosse Sorgen. Sein ehemaliger Freund (und noch einiges mehr) und inzwischen Feind aller Muggles, Gellert Grindelwald (Mads Mikkelsen) ist drauf und dran, sich und seine Heerscharen in die wichtigsten Machtpositionen der magischen Welt zu bringen. Und seit der Wahnsinnige mangels Beweisen auch noch vom Zauberrat für unschuldig erklärt worden ist, spitzt sich die Situation zu. Denn Grindelwald will an die oberste Macht, das Zauberreich anführen und dann vor allem die Muggle-Welt zerstören. Dafür lässt er sich zur Wahl des nächsten obersten Zauberers aufstellen.

Hilfe kommt aus allen Taschen
Hilfe kommt aus allen Taschen © 2022 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Um das zu verhindern, und weil er selber (Blutschwur sei Dank) nicht persönlich gegen Grindelwald vorgehen kann, holt sich Dumbledore Hilfe bei Newt Scamander (Eddie Redmayne) und seiner kleinen, aber feinen Kampftruppe. Newts Bruder Theseus (Callum Turner) ist ebenso mit von der Partie wie auch Jacob Kowalski (Dan Fogler), der als Muggle die Truppe unterstützt. Sie werden mit verschiedenen Aufträgen in die gefährliche Welt zwischen Politik und Zauberkünsten geschickt. Dabei merken sie bald, dass auch ein gewisser Credence Barebone (Ezra Miller) ein wichtiges Wörtchen mitzureden hat, auf welche Seite das magische Pendel schwingt. Doch die Wichtigkeit von Credence bleibt lange unklar, denn Dumbledore hat ihm eine entscheidende Rolle zugedacht.

Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore ist der bislang schwächste Teil der Reihe und entpuppt sich als mageres Zauberabenteuer, das zwar immer wieder Aufregung aufblitzen lässt, aber am Ende unspektakulär daherkommt. Mit massig Filter über den Bildern können sich weder Filmfiguren noch Stars so richtig austoben. Ob noch ein weiterer Teil der Reihe produziert wird, ist momentan noch unklar. Zu hoffen ist es, denn mit diesem Film sollte man diese Serie nicht abschliessen (müssen).

Nachdem Fantastic Beasts: The Crimes of Grindelwald vor vier Jahren recht offen geendet hat, ist man nun gespannt, wie die Geschichte rund um Dumbledore, seinen Rivalen Grindelwald und - auch wenn er immer mehr in den Hintergrund gerät - Newt Scamander weitergeht. Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore bringt uns dabei zurück nach Hogwarts, erzählt aber nebst tollen Bildern und Spezialeffekten eine recht ernüchternde Geschichte.

Wer die Vorgänger von Fantastic Beasts: The Secrets of Dumbledore nicht kennt, dürfte mit diesem dritten Teil einige Mühe haben. Die Figuren sind nämlich schon längstens platziert, die Rivalitäten offengelegt und einen grossen Einstieg darf man nicht erwarten. Die Story nimmt schnell ihren gewohnten Gang, weicht aber immer wieder ab, um stimmungsschwangere Dialoge zu zeigen oder Seitengeschichten zu folgen. Das verhindert ein flottes Storytelling, zeigt aber mitunter auch schön animierte Fabelwesen, die ja eigentlich für die meisten Zuschauer der Hauptgrund sind, sich diese Filmreihe anzuschauen. Inzwischen sind wir froh, wenn Scamander eine der selten gewordenen Entdeckungen macht und freuen uns ab der Sequenz im Kerker, wo er der vielen Krabbelviecher Herr werden muss.

In Sachen Stars hat man sich bekannterweise von Johnny Depp getrennt, für welchen Mads Mikkelsen (Doctor Strange) den Part des Bösewichts übernommen hat. Leider kann er sein Talent in dieser Rolle nur sehr begrenzt aufzeigen, denn Regisseur David Yates hat Grindelwald, mit einigen wenigen Ausnahmen, als uninteressanten Bad Guy personifiziert. Böse Flüche, hohle Worte und ein bisschen Geschwurbel mit Jude Law, mehr kriegt er nicht zu tun. Auch Eddie Redmayne und Kollegen bleiben weitgehend farblos und müssen sich den Auftritten von Jude Law unterordnen. Er bestimmt den Takt des Films, muss sich aber auch mit einer schwachen Story rumschlagen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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