Une belle course (2022)

Une belle course (2022)

  1. 91 Minuten

Filmkritik: Driving Madame Madeleine

«Netter Versuch, aber ich lasse dich jetzt sicher nicht fahren.»
«Netter Versuch, aber ich lasse dich jetzt sicher nicht fahren.» © 2022 - UNE HIRONDELLE PRODUCTIONS - PATHÉ FILMS - TF1 FILMS PRODUCTION - ARTÉMIS PRODUCTIONS

Der Pariser Taxifahrer Charles (Dany Boon) wird momentan wahrlich nicht vom Glück verfolgt: Er hat hohe Schulden, droht wegen zahlreicher Verkehrsverstösse seinen Führerschein zu verlieren und seine Ehe droht zu zerbrechen. An einem bereits stressigen Tag holt er die 92-jährige Madeleine (Line Renaud) bei ihrem Haus ab, um sie ins Pflegeheim zu bringen, in dem sie von nun an leben soll. Da sie noch einmal jene Orte sehen möchte, die in ihrem Leben wichtig waren, bittet sie um Zwischenstopps. Mit jedem Stopp entfaltet sich ihre erstaunliche Vergangenheit - und das hilft auch Charles langsam die Dinge etwas anders zu sehen.

Schnell wird bei lieben Grosis und Omas vergessen, dass diese auch ein Leben geführt haben, das nicht immer leicht war. So erwischt einen auch der so herzig aussehende Une belle course mit seinen Rückblenden etwas auf dem falschen Fuss, wenn es recht düster wird. Doch die Mischung aus Humor, Herz und Drama gefällt aufgrund des wunderbaren Zusammenspiels zwischen Line Renaud und Dany Boon, die schon bei Ch'tis zusammenarbeiteten, sowie einem zwar leicht hervorsehbaren, aber sehr berührenden Ende. Kein grosser Film, aber steigt man hier gerne für 91 Minuten ein - ohne dass man wie im Taxi die ganze Zeit nervös auf die Uhr schauen muss.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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