Way Down (2021)

Way Down (2021)

Crime game
  1. , ,
  2. 118 Minuten

Filmkritik: Iniesta und sein goldenes Tor

Das Stargate war fröher grösser
Das Stargate war fröher grösser © 2021 LEONINE DISTRIBUTION GMBH

Seit über 30 Jahren jagt Schatzsucher Walter Moreland (Liam Cunningham) seinem grossen Coup hinterher, einer Schatztruhe, die tief unter der Meeresoberfläche in einem Wrack liegt. Mit Hilfe von Kumpan James (Sam Riley) hat er nun aber endlich Erfolg und die Truhe mit unschätzbarem Inhalt wird geborgen. Da er das aber in spanischem Gewässer macht, wird der Suchtrupp noch während der Feierlichkeiten von der Polizei entdeckt und die Beute muss dem Land Spanien übergeben werden. Dort verschwindet der Schatz tief im Innern der Bank von Spanien, wo sie so schnell keiner rausholen kann.

Gruppenarbeit mit hellem Köpfchen
Gruppenarbeit mit hellem Köpfchen © 2021 LEONINE DISTRIBUTION GMBH

Thom Laybrick (Freddie Highmore) ist ein überragender Ingenieur und versucht sich mit genialen Ideen von seinem übermächtigen Vater zu lösen. Nun wird er von einer geheimnisvollen Frau, Lorraine (Astrid Bergès-Frisbey) kontaktiert, die ihm eine Herausforderung verspricht, die sich lohnen soll. Thom soll nämlich einen Weg in den Safe der Bank von Spanien finden und somit einen Diebstahl durchführen, der während der Fussball-WM 2010 stattfinden soll. Gemeinsam mit dem Trupp um Moreland beginnen die Planungen, wobei bald klar wird, dass ein Raub aus diesem Sicherheitssystem unmöglich ist. Fast unmöglich.

The Vault hat nicht die Lockerheit eines Ocean's Eleven, bietet aber einen spannend inszenierten Raub, bei welchem natürlich auch die heikelsten Momente spektakulär gelöst werden. Der Film macht Spass und bietet fast durchgehend angenehme Spannung. Über einzelne Logiklöcher schauen wir, wie bei den meisten Heist-Filmen, natürlich gerne hinweg.

Freddie Highmore war Charlie in Charlie and the Chocolate Factory, hat uns in Finding Neverland verzaubert und verkörperte niemand geringeren als Norman Bates in Bates Motel. Inzwischen ist er erwachsen geworden und wagt sich mit The Vault an einen waschechten Heist-Thriller. Dabei gibt er uns ein weiteres Mal den intellektuell überlegenen Typen, der bald einmal die Führung der Raubtruppe übernimmt.

The Vault spielt hauptsächlich in Madrid während der Fussball-WM 2010, als ganz Spanien auf den Beinen war und die eigene Mannschaft ins Finale trug. Vor diesem Hintergrund entwickelt sich die Geschichte von The Vault zum spannenden Thriller, der uns nicht nur ein paar halsbrecherische Aktionen zeigt, sondern auch einen Blick in das Innere der «sichersten Bank der Welt» wirft. Die Sicherheitsmassnahmen, die Kontrollpunkte, die Agenten (vis-à-vis der Bank ist natürlich das Hauptquartier der spanischen Polizei) und mittendrin ein Haufen Diebe, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Das passt und unterhält wunderbar während dem grossen Teil seiner Laufzeit von knapp zwei Stunden.

Neben Highmore, der gewohnt verwirrt und zerzaust daherkommt, macht vor allem Liam Cunningham (Safe House) einen interessanten und überzeugenden Eindruck. Daneben mischelt auch Sam Riley (Maleficent) als zwielichtiger Kerl mit und auch Axel Stein (Tell) darf als Technik-Guru/Hacker ein paar Dialoge sprechen. Was allerdings Famke Janssen (X-Men) hier zu suchen hat, wissen wohl nur die Verantwortlichen von The Vault. Zur Story beitragen tut sie nämlich in ihren Cameo-Auftritten nichts Substanzielles.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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