Venom: Let There Be Carnage (2021)

Venom: Let There Be Carnage (2021)

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  2. 98 Minuten

Filmkritik: F*ck this guy!

Pure Madness!
Pure Madness! © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Reporter Eddie Brock (Tom Hardy) hat sich mit dem Alien-Parasiten in seinem Körper abgefunden, streitet sich aber trotzdem ständig mit ihm. Der Hunger nach menschlichem Hirn treibt Venom immer wieder auf die Strasse und bringt das ungleiche Duo in Erklärungsnot. Um seiner Karriere neuen Schub zu verleihen, nimmt Eddie darum das Angebot des Serienkillers Cletus Kasady (Woody Harrelson) an, diesen exklusiv in der Todeszelle zu interviewen. Doch der Kerl sitzt nicht aus Versehen dort und beisst Eddie prompt in die Hand, bevor er mittels Giftspritze hingerichtet werden soll. Dadurch nimmt er Alien-Blut zu sich und lässt seinen Wahnsinn in Form des roten «Carnage» freien Lauf!

Achtung, der Kerli spinnt!
Achtung, der Kerli spinnt! © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Ein wahnsinniger Serienkiller mit brutalem Parasiten in freier Wildbahn, dessen Freundin, eine junge Frau namens Frances Barrison (Naomie Harris) mit tödlichem Schrei, an seiner Seite und Eddie Brock, der sich mit Venom zerstritten hat. Um diese Sache einigermassen anständig über die Bühne zu bringen, muss unser ungleiches Duo aber erstmal wieder gemeinsame Interessen finden und sich dann Gegnern stellen, denen sie kaum gewachsen sind.

Venom: Let there be Carnage ist mit knapp 100 Minuten schön knackig und schnörkellos erzählt, bietet tolle Actionmomente und mit dem Duo Brock/Venom viel Platz für Comedy. Mit Harrelson als Bad Guy macht Regisseur Andy Serkis nicht viel falsch und die etwas am Rand agierende Naomie Harris stört nicht. Kurzum: eine sehr unterhaltende, laute und lustige Sache. Wir warten auf den nächsten Auftritt, Mister Brock.

Die Beziehung von Sony Pictures und den Marvel Studios ist eine nicht ganz einfache. Dem bekannten Marvel Cinematic Universe will man sich nicht total einverleiben, weshalb das «Sony's Spider-Man Universe» ebenfalls noch existiert. Einer der Hauptprotagonisten dieser Seite ist Venom, der 2018 überraschend erfolgreich in den Kinos gelaufen ist. Dass nun mit Venom: Let there be Carnage das Sequel anläuft, kommt nicht ganz überraschend. Mit dem Vampir Morbius und Kraven the Hunter hat man zusätzlich noch Figuren in der Hinterhand, die ebenfalls noch nicht filmisch ver-Marvel-isiert wurden.

Glücklicherweise braucht Venom: Let there be Carnage keine lange Anlaufzeit, sondern lässt die bekannten Figuren schnellstens in die aktuelle Story eintauchen. Mittendrin steht natürlich wieder Tom Hardy (Inception), dessen Zwiegespräche mit dem Alien vor allem in der ersten Hälfte des Films für gute Laune sorgen. Das «Paar» agiert herrlich miteinander, die Kommentare sind knackig und frech und machen aus dem Einstieg in Venom: Let there be Carnage eine waschechte Komödie. Da hätten wir gerne noch mehr davon bekommen!

Nach dem «Biss des Schicksals» schaltet Venom: Let there be Carnage in den Actionmodus. Die beiden Parasiten im Duell, angereichert durch «Shriek», lassen die Leinwand beben und bieten das, was Fans von einem Comic-Actionfilm erwarten. Leider wird dadurch die Story etwas in den Hintergrund gedrängt und der Film schafft es dann auch nicht mehr, diese Kurve bis zum Ende zu kriegen. Trotzdem: Die Effekte sind stark, die Action laut und wer dem wilden Getue auf der Leinwand folgen mag, der kriegt was für Aug und Ohr geboten.

Wie bei den Kollegen von Marvel hat auch Venom: Let there be Carnage eine Szene während des Abspanns. Die ist zwar schon geleaked worden, ist aber trotzdem ein Schritt in eine Richtung, die uns Fans wohl noch grosse Freude bereiten dürfte.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

sj

"Mit Harrelson [...] nicht viel falsch und die etwas am Rand agierende Naomie Harris stört nicht."

Geil - die Kunst vom Kritisieren ohne jemanden zu verletzten ;)

muri

Filmkritik: F*ck this guy!

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