To All The Boys: Always And Forever (2021)

To All The Boys: Always And Forever (2021)

To All the Boys: Always and Forever
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  2. 109 Minuten

Filmkritik: Let it go ...

Netflix
*knuddel 4eva*
*knuddel 4eva* © Netflix

Lara Jean Covey (Lana Condor) und Peter Kavinsky (Noah Centineo) sind noch immer ein glückliches Paar und starten gemeinsam das letzte Schuljahr an der High School. Geplant ist, dass sie beide ans College in Stanford gehen werden, wo Peter ein Sportstipendium bekommen hat. Doch als Lara Jean von ihrem Traumcollege nicht angenommen wird, sieht sie schon ihre gemeinsame Zukunft in die Brüche gehen, da sie nun ein Ersatz-College finden muss und sie sich nur noch an den Wochenenden sehen werden.

Übt schon mal für die Fernbeziehung.
Übt schon mal für die Fernbeziehung. © Netflix

Während der Schulabschluss immer näher rückt, hat das Paar jede Menge zu tun. Peter soll plötzlich wieder Kontakt mit seinem lange abwesenden Vater (Henry Thomas) haben, Lara Jean hilft bei den Vorbereitungen zur Hochzeit ihres Vaters (John Corbett) mit der Nachbarin Trina Rothschild (Sarayu Blue). Doch dann verliebt sich Lara Jean beim Schulausflug nach New York in die Stadt und überlegt sich, ob sie nicht doch an der NYU studieren soll. Kann ihre Liebe zu Peter bestehen, wenn sie am anderen Ende des Landes lebt?

Auch der Abschluss der herzigen Romance-Trilogie befolgt das bewährte Rezept und zeigt das liebenswerte Paar auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Wiederum hübsch inszeniert mit niedlichen Outfits, aufwendig dekorierten Sets und einem ordentlichen Schuss Schnulz, hakt To All The Boys: Always and Forever die bewährte Checkliste fleissig ab. Wie schon der Vorgängerfilm, To All The Boys: P.S. I Still Love You, kommt auch Teil drei zwar nicht mehr an den Esprit von To All The Boys I've Loved Before heran, kann als gefällig inszenierte Teenie-Romanze die Zielgruppe aber bestens abholen.

Da hatten die Macher hinter der romantischen Netflix-Filmreihe, die 2018 mit To All The Boys I've Loved Before startete, aber ordentlich Schwein: Weil der erste Film so erfolgreich war und die Jungstars auch nicht ewig so jung und hübsch bleiben, gab Netflix nicht nur das Greenlight für die Verfilmung gleich beider Sequels in der Buchreihe von Jenny Han, sondern liess diese 2019 von Michael Fimognari auch gleich back-to-back verfilmen. Wäre dies nicht geschehen, hätten wir den Abschluss um Lara Jeans und Peters epische Lovestory vielleicht nie gesehen. Im Corona-Jahr 2020 wäre eine solche Filmproduktion, die auch noch einen Ausflug zum Corona-Hotspot New York City machte, wohl eher schwierig gewesen. To All the Boys: Always and Forever ist somit auch ein bisschen Tourismus-Porno und zeigt neben den Liebesirrungen und -wirrungen attraktiver junger Menschen auch wunderschöne Stadtferienbilder aus New York und Seoul, die unser Fernweh noch ein bisschen mehr anfachen.

Von der Story her sind freilich kaum Überraschungen zu erwarten. Es geht um das letzte Schuljahr und die Frage, ob Schulromanzen auch nach Ende der Schulzeit noch eine Chance haben. Bevor diese Frage beantwortet wird, darf das herzige Paar aber noch heftig knuddeln, werweissen und von einer Rosa-Wolken-Zukunft träumen. Im Vergleich zu den beiden Vorgängerfilmen sind dies freilich auch viel realistischere Problemstellungen. Das Gefühl, wie man gegen Ende der Schulzeit zwischen Nostalgie, Vorfreude und Angst vor der Zukunft hin- und herspringt, fängt der Film auf jeden Fall gut ein.

Ein bisschen schade ist es allerdings um die Nebenfiguren, die (auch im Vergleich zur Buchvorlage) deutlich weniger Aufmerksamkeit erhalten. Schön ist hingegen, dass Peter auch mal eine eigene Storyline abseits von Lara Jean bekommt und dass es gleich ein paar Szenen gibt, in denen die Freundschaft unter den Mädchen im Zentrum steht. Eines der Highlights ist wiederum die jüngste Schwester Kitty, die mit ihrem frechen Mundwerk und ganz eigenen Stil jede Szene aufpeppt.

Petra Schrackmann [pps]

Petra arbeitet seit 2007 für OutNow und haut auch für Lektorat und Listicles in die Tasten. Als Genrefan verbringt sie ihre Film- und Serienabende lieber mit Zombies, Hobbits oder RVAGs als mit Rom-Coms. Als Leseratte ist sie fasziniert von Comic- und Buchverfilmungen (sogar den schlechten!).

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