Snake Eyes: G.I. Joe Origins (2021)

Snake Eyes: G.I. Joe Origins (2021)

  1. , ,
  2. ,
  3. 121 Minuten

Filmkritik: Das Leben vor der Maske

Who's next?
Who's next? © 2021 Paramount Pictures. All Rights Reserved. Hasbro, G.I. Joe and all related characters are trademarks of Hasbro. © 2021 Hasbro. All Rights Reserved.

Seit er in seiner Kindheit mitansehen musste, wie sein Vater von einem Killer (Samuel Finzi) ermordet wurde, treibt den jungen Mann, «Snake Eyes» (Henry Golding), die Rache voran. Er will den Mörder finden und heuert dafür bei der Yakuza an. Diese verspricht ihm Auflösung, aber erst, wenn er sich bewiesen hat! Dafür soll er einen Mann namens Tommy (Andrew Koji) töten, was unser Held aber natürlich nicht tut. Im Gegenteil, er rettet Tommy das Leben. Und der revanchiert sich umgehend. Denn Tommy ist einer der Anführer des wichtigsten, grössten und mächtigsten Ninja-Clans von ganz Japan und nimmt Snake Eyes unter seine Fittiche. Doch um ein definitives Mitglied der Familie zu werden, muss der Neuling drei Aufgaben meistern, von denen die letzte die Frage nach Leben und Tod entscheidet.

Und... Äktschen!
Und... Äktschen! © 2021 Paramount Pictures. All Rights Reserved. Hasbro, G.I. Joe and all related characters are trademarks of Hasbro. © 2021 Hasbro. All Rights Reserved.

Getrieben von seinem Rachedurst stellt sich der Kämpfer den Herausforderungen und kämpft sich in Spezialeinsätzen und mit irrer Kampftechnik in die Köpfe seiner neuen Familie. Als dann auch der Yakuza-Boss sein Kommen ankündigt und einen Krieg zwischen der Yakuza und dem Ninja-Clan einläutet, weiss Snake Eyes, dass er nun die richtigen Schritte nehmen muss, um den Mörder seines Vaters in die Finger zu bekommen. Auch wenn das heisst, dass er alles verraten muss, was er sich inzwischen aufgebaut hat.

Snake Eyes: G.I. Joe Origins macht für einen Actionfilm nicht viel falsch, verspielt aber die Geheimnistuerei, die bislang um den Titelcharakter gemacht wurde, praktisch völlig. Dafür wird geprügelt, gerannt und gesprungen, und sogar eine Schlangengrube mit animiertem Inhalt haben die Macher ausgepackt. Schlussendlich ist aus dem Film eine nette Sache geworden, die den Fans gefallen dürfte, aber dem Franchise keinen weiteren Schub verpasst.

Mit G.I. Joe: The Rise of Cobra und G.I. Joe: Retaliation hat die Spielzeugreihe um die Soldatentruppe und deren Feinde bereits zweimal filmische Umsetzungen spendiert bekommen. Damit dies nicht in Vergessenheit gerät, haben die Macher für den beliebtesten Kämpfer der Truppe Snake Eyes: G.I. Joe Origins einen eigenen Film produziert. Doch während man den Titelhelden sonst als stummen Kämpfer mit Maske zu sehen bekam, wird er mit diesem Film zum normalen Actionhelden. Ob das wirklich gut gedacht ist?

Crazy Rich Asians-Star Henry Golding hat in Snake Eyes: G.I. Joe Origins die Titelrolle übernommen und verkörpert den jungen Kämpfer mit viel Wucht und Intensität. Seine Actionmomente sind solid in Szene gesetzt, die Fights machen Spass, aber das Geheimnisvolle, das diese Figur bislang umweht hat, geht komplett verloren. Der Maskenträger bekommt ein Gesicht, eine etwas lahme Hintergrundstory und Gegner, die sich reihenweise verkloppen lassen. Das hat man dann aber nach ein paar Szenen gesehen.

Etwas überraschend kommt der Auftritt von Samuel Finzi, den wir bislang aus Schweiger-Komödien wie Die Hochzeit und Kokowääh kennen. Aber toll, sieht man bekannte Gesichter auch mal in etwas unerwarteteren Rollen und internationalen Filmen.

Kenner der Joe-Reihe und der Spielzeuge dürfen sogar noch einen kleinen Querverweis mit zwei wohl extra für ein paar Sequenzen engagierten Figuren erleben. Ob diese beiden Frauen aber helfen, den Verkauf der Spielzeuge neu anzukurbeln, darf bezweifelt werden.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website