The Seventh Day (2021)

The Seventh Day (2021)

  1. 87 Minuten

Filmkritik: Jetzt komm' da raus, du!

Pater in Zivil
Pater in Zivil © Ascot Elite

Pater Peter (Guy Pearce) hat während seiner Ausbildung zum Exorzisten schon früh erkennen müssen, dass das Böse verschiedenste Formen annehmen kann und nicht so einfach auszutreiben ist. Über die Jahre hat sich Peter den Ruf erarbeitet, einer der Besten seines Faches zu sein, weshalb er auch vom Erzbischof (Stephen Lang) dazu auserkoren wurde, sich eines neuen, vielversprechenden Lehrlings anzunehmen. Pater Daniel (Vadhir Derbez) heisst der junge Mann, dem Peter nun bereits am ersten Tag das Böse in seiner gruseligen Form zeigt, als sie unter Obdachlosen einem Dämonen begegnen.

Er würde niemals Jeans tragen.
Er würde niemals Jeans tragen. © Ascot Elite

Nun aber ist da der Fall des kleinen Charlie (Brady Jenness), der scheinbar im Blutwahn seine ganze Familie gemeuchelt hat, sich jedoch an nichts erinnert. So nähert sich Pater Daniel dem Buben an, um die Hintergründe der Tat und mögliche Zeichen einer Besessenheit zu erkennen. Spätestens als der Junge dann aber im Krankenhaus zu schweben beginnt und in einen Blutrausch gerät, wissen unsere zwei Gottesvertreter, dass dieser Fall nicht den üblichen Weg nimmt.

The Seventh Day nimmt sich eines Themas an, das wir in den letzten Jahren schon zu oft in irgendwelchen Produktionen zu sehen bekamen und das ausgelutscht ist. Dazu packt man hier die Geschehnisse in eine Geschichte, die von Anfang an mager daherkommt und weder fasziniert noch interessiert. Selbst in den Gruselmomenten bleibt der Puls tief, was für einen Horrorfilm kein gutes Zeichen ist. The Seventh Day bietet zu wenig. Und das in jeder Hinsicht.

Immer wenn es in Filmen um Exorzismen und Geisteraustreibungen geht, stehen die Produktionen natürlich im Schatten des Übervaters The Exorcist von 1973. Seither hat man auf verschiedene Arten versucht, Dämonenbesessenheit so spektakulär, gruselig und spannend wie möglich umzusetzen, ist aber überwiegend an der Aufgabe gescheitert. Nicht besser ergeht es leider auch The Seventh Day, der sich in seinen Geheimnissen und der recht mageren Story verliert und eigentlich nie richtig auf Touren kommt.

Als Hauptstar wird hier Guy Pearce (Bloodshot, Iron Man 3) aufgeführt, der aber das Spielfeld meistens seinem Co-Star Vadhir Derbez überlässt. Dieser nimmt diesen Platz natürlich gerne ein und verleiht seinem jungen Pater immerhin ein bisschen Tiefe. Das kann man leider weder von Pearce noch vom zweiten grossen Namen, Stephen Lang (Avatar, Don't breathe), berichten. Wobei Lang einen wesentlich kleineren Part hat und nur für ein paar wenige Minuten zu sehen ist.

Wenn es mit der Story schon nicht klappt, bringt dann The Seventh Day wenigstens gruselige Momente in die gute Stube? Leider nein, denn auch hier müssen wir die üblichen Schreckmomente über uns ergehen lassen, wenn Buben schweben, Kreuze zweckentfremdet werden und das Kunstblut spritzt. Dazu gibt es schön regelmässig die tiefe und scheinbar unheimlich wirken sollende Stimme des Dämons, die aber eben auch keine Hühnerhaut hervorbringt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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