Rumble (2021)

Rumble (2021)

Monster-Liga
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Filmkritik: Bring it on, you sack of warm puke!

Chillen mit Publikum
Chillen mit Publikum © Paramount Pictures

In einer Welt, in der Monster-Wrestling angesagt ist, lebt die junge Winnie (Stimme von Geraldine Viswanathan) für diesen Sport. Der grosse Titelkampf steht an und der Herausforderer, Tentacular (Stimme von Terry Crews), ist der Liebling der Massen. Als er dann sogar den Titel gewinnt und unmittelbar einen Heel Turn hinlegt, indem er die Stadt und deren Bewohner beleidigt, bricht für Winnie eine Welt zusammen. Der Sport, den sie mit ihrem inzwischen verstorbenen Vater so geliebt hat, bekommt Risse. Der neue Champion muss in die Schranken gewiesen werden, damit die Stadt ihre Kampfarena behalten kann. Aber woher soll man denn einfach mal so ein Monster nehmen?

Winnie wagt sich aus dem Scheinwerferlicht der grossen Kämpfe und trifft in einem Hinterhof auf den Verlierer «Rayburn» (Stimme von Will Arnett). Der wird für Niederlagen bezahlt, scheint aber an den Plänen der jungen Frau Gefallen zu finden und beginnt, unter ihren Anweisungen zu trainieren. Doch wer so viele Niederlagen kassiert hat, der tut sich mit dem Gewinnen schwer. Vor allem wenn man, wie Rayburn, bald Zweifel daran bekommt, ob eine Herausforderung an den Champion wirklich die beste Wahl war.

Der Trailer zu Rumble hat damals recht spassig ausgesehen. Der finale Film ist nun aber kaum sehenswert. Die Geschichte birgt keine Überraschungen, die Kämpfe wiederholen sich und selbst die Monster-Charaktere lassen Kreativität vermissen. Zwar sind der Bulldog und die Krake nett, aber wenn «Monster» in den Ring steigen, hätten wir eigentlich mehr Spektakel erwarten dürfen. So bleibt der Film ein Snack für zwischendurch, der noch nicht mal gut schmeckt.

Wrestling als Live-Show kann ein Spektakel sein. Mit der filmischen Umsetzung von Ringkämpfen dagegen haben die Filmstudios so ihre Mühe. Zwar mag The Wrestler damals Preise abgeräumt haben, aber ansonsten müssen wir lange suchen, bis wir etwas sehenswertes finden, das diesen Sport thematisiert. Nun versucht man es in animierter Form und mit Monstern als Kämpfer. Mitproduziert wurde Rumble natürlich von der grossen «WWE», die ihrerseits auch Champions wie «Roman Reigns» oder «Becky Lynch» als Stimmengeber zur Verfügung gestellt hat, allerdings nur für kleine Nebenrollen.

Die Geschichte von Rumble ist dabei die ganz typische des ewigen Verlierers, der durch viel Training und unbändigen Glauben an seine Fähigkeiten ins Rampenlicht gerät. Unterstützt wird das Ungetüm von einem herzensguten und topmotivierten Mädchen, das ihren Vater ehren und ihren Sport «retten» will. Auf ihrem Weg dorthin stellen sich dem Duo eine Menge Gegner in den Weg. Einige davon böse und gemein, andere gutherzig und sympathisch.

Die Animationen von Rumble sind dabei nicht überragend, sondern vor allem auf ein jüngeres Publikum ausgerichtet. Gleiches gilt für das Filmtempo und die Einfachheit der Story. Dass zwischendurch immer wieder flotte Sprüche fallen, ist sicher gut gemeint, bringt der Geschichte und den Charakteren aber nicht wirklich was. Letztere sollen vornehmlich kämpfen (oder «tanzen»), rumbrüllen und grunzen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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