Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021)

Resident Evil: Welcome to Raccoon City (2021)

  1. , ,
  2. , ,
  3. 107 Minuten

Filmkritik: Hätten sie nur Masken getragen ...

Die Nacht durchgemacht?
Die Nacht durchgemacht? © Praesens Film

Raccoon City wird beherrscht vom Pharmakonzern Umbrella. Die Stadt wurde übernommen und hinter den Mauern der Labore fleissig getüftelt. Dabei nehmen die Verantwortlichen keine Rücksicht auf Verluste und holen sich ihre Testobjekte auch gerne mal aus dem örtlichen Waisenhaus. So entdecken auch die kleine Claire und ihr Bruder Chris immer wieder gruselige Kreaturen, die vom Keller rauf in den Schlafsaal der Kinder kommen. Kein Wunder ergreift Claire die Chance zur Flucht und kehrt (erst viele Jahre später) zurück in ihre Heimat.

Fressi, Fressi!
Fressi, Fressi! © Praesens Film

Die inzwischen zur jungen Frau gewordene Claire (Kaya Scodelario) sucht ihren Bruder (Robbie Amell) auf, der als Polizist Raccoon City treu geblieben ist. Doch für das grosse Wiedersehen bleibt keine Zeit, denn als der Alarm losgeht und die Stadt hermetisch abgeriegelt wird, ist das nur der Anfang einer Albtraum-Nacht für die die Geschwister. Mit Hilfe der Cops (u. a. Tom Hopper, Hannah John-Kamen) wird um jeden Meter gekämpft, denn die Geschöpfe des Untergrunds, die Laborunfälle und die blutrünstigen Kreaturen dringen an die Oberfläche. Zusätzlich drängt die Zeit, denn bei Sonnenaufgang soll die ganze Stadt dem Erdboden gleich gemacht werden.

Resident Evil: Welcome to Raccoon City ist ein solider Neustart geworden, der sich in Sachen Stimmung und Kreaturen näher bei den Games bewegt, als die Anderson-Verfilmung. Die Figuren bleiben trotzdem oberflächlich, die Schnitte sind schnell und die Monster gfürchig. Ein paar nette Gruselmomente und viel Lob für die Maskenbildner später stellt sich der Spass ein. Wobei dieser Action-Horror-Film sicher noch Fortsetzungen finden dürfte - in welcher Form auch immer.

Paul W. S. Anderson mitsamt Gattin Milla Jovovich brachten uns 2002 mit Resident Evil einen ersten filmischen Einblick in die Machenschaften der Umbrella Corporation. Basierend auf den bekannten Videospielen wurde aus dem Film eine ganze Reihe gemacht, in der sich Jovovich durch allerlei Monster und Zombies kämpfen musste. Seit 2016 und Resident Evil: The Final Chapter herrscht aber Flaute in Sachen filmischer Umsetzung der Machenschaften der Pharma-Bösewichte. Nun startet Resident Evil: Welcome to Raccoon City die Reihe neu. Mit frischen Gesichtern, gruseligen Effekten und einer wunderbaren Nähe zu den Games.

Kaya Scodelario (The Maze Runner, Pirates of the Caribbean: Salazar's Revenge) gibt in Resident Evil: Welcome to Raccoon City die unerschrockene Heldin, die sich wacker durch blutrünstige Biester kämpft und so ziemlich jedem ihrer Mitstreiter mindestens einmal das Leben rettet. Filmbruder Robbie Amell kann dagegen noch keinen Blockbuster vorzeigen, ist dafür als Seriendarsteller im TV beliebt.

Dem filmischen Geschwisterpaar bleibt hier aber kaum Zeit, um alte Wunden zu lecken oder gar Wiedersehen zu feiern, denn Resident Evil: Welcome to Raccoon City gibt sich nicht mit Gefühlsduseleien ab, sondern legt sofort den zweiten Gang ein. Mit den ersten unheimlichen Begegnungen sind wir schon mittendrin im Getümmel, das den Freunden der Videogame-Reihe stets vor Augen geführt wird.

Richtig, die Macher dieses Streifens fokussieren auf die Spielreihe und legen diesem Film die ersten zwei Teile der Serie zu Grund. Allerdings finden auch Game-Muffel oder RE-Verweigerer sehr schnell den Einstieg, denn nicht nur wird via Texttafel informiert, auch die Story ist nicht sonderlich anspruchsvoll: Viele Monster, Menschen in Not, kein Ausweg, Gewehre geladen und mittendurch. Alles andere ist Beigemüse.

Apropos Beigemüse. Irgendwie schade, dass bekannte Gesichter wie Tom Hopper (The Umbrella Academy), Neal McDonough (Flags of our Fathers), Hannah John-Kamen (Ant-Man and the Wasp) oder Donal Logue (Gotham) nur in kleineren Rollen agieren. Wobei einer von ihnen noch nicht ganz mit der Filmreihe abgeschlossen haben dürfte. Darüber gibt die kleine Mid-Credit-Szene mehr Aufschluss.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website