Pleasure (2021)

Pleasure (2021)

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  2. 109 Minuten

Filmkritik: Das Geschäft mit dem Sex

37th Sundance Film Festival
Bella Cherry bei einem Dreh.
Bella Cherry bei einem Dreh. © Courtesy of Sundance Institute

Bella Cherry (Sofia Kappel) ist der Künstlername des jungen Schwedin Linnéa. Sie reist nach Los Angeles, um dort ein erfolgreicher Pornostar zu werden. Ihre Entschlossenheit reicht anfänglich nicht aus, um sich die lukrativsten Drehs zu sichern, weswegen sie sich auf sogenannten «Hardcore»-Themen einlässt. Dafür muss sie sich beim Sex schlagen, fesseln oder anspucken lassen und für die Nachstellung von Vergewaltigungsszenen herhalten. Doch so einfach, wie sie glaubte, kann sie diese Erfahrungen nicht verarbeiten und vom erwarteten Spass bei der Arbeit spürt sie schnell nicht mehr.

Die schwedische Regisseurin Ninja Thyberg scheut sich nicht, unbequeme Fragen zu stellen und noch unbequemere Bilder zu zeigen. Es geht um Machtmissbrauch, einem selbstzerstörerischem Verhalten und im Wesentlichen um Institutionalisierung von Gewalt. Pleasure ist dabei als Titel mehr als zweideutig, da der Film impliziert, dass es um das Vergnügen bei den meisten Akteuren in der Pornoindustrie am wenigsten geht. Geschickt konstruiert Thyberg das Porträt einer naiven jungen Frau, aber auch das einer ganzen Branche mit ihren dunklen Seiten.

Teresa Vena [ter]

Alles begann bei Teresa damit, dass sie, noch viel zu jung dafür, ihren Vater überzeugen konnte, «Gremlins» im Fernsehen schauen zu dürfen. Seitdem gehört absurder Humor und Spannung zu jedem guten Film dazu. Kino aus Asien und Lateinamerika, aber auch aus der Schweiz sind ihre Steckenpferde.

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