On the Job 2: The Missing 8 (2021)

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  2. 208 Minuten

Filmkritik: Die wahren Gangster sind die Politiker

78. Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica 2021
John Arcilla als Sisoy.
John Arcilla als Sisoy. © Studio / Produzent

Arnel (Christopher de Leon) ist der Chefredakteur des La Paz Newspapers. Seine Zeitung leidet unter Inserateschwund, und er vermutet, dass ihn die Machthaber bewusst schaden wegen seiner politischen Ansichten. Sein Bruder Sisoy (John Arcilla) arbeitet beim Radio und hat eine erfolgreiche Talk-Sendung. Die beiden geraten immer wieder aneinander, weil sie das Heu nicht auf derselben Bühne haben. Der Klassiker: Unterhaltungsfuzzi gegen Qualitätsjournalist.

Als Arnel, sein Sohn und sechs seiner Mitarbeitenden erschossen werden, kommt Sisoy dann doch ins Grübeln. Die von der Presse «The Missing 8» getauften Opfer wurden von extra für den Mord aus dem Gefängnis geschleusten Häftlingen ermordet. Man findet die Leichen lange nicht und Roman (Dennis Trillo), einer der Auftragsmörder, leidet im Gefängnis an Gewissensbissen.

Das Sequel zu On The Job ist ein Film über engagierten Journis, die sich à la Spotlight mit den Mächtigen anlegen. Sich gemeinsam vor der Deadline fürs Zeitungdrucken zusammenzuraufen ist auch auf Philippinisch nett anzuschauen und der Darsteller des kleinkriminellen Roman hat ein prächtig vernarbtes Gesicht. Die Überlänge von 3 Stunden und 28 Minuten ist nur als Film spürbar. Für den asiatischen Markt wird das Werk als sechsteilige Serie neu geschnitten und auf HBO Asia ausgestrahlt.

Roland Meier [rm]

Roland sammelt 3D-Blu-rays, weil da die Publikationen überschaubar stagnieren, und kämpft im Gegenzug des Öfteren mit der Grenze der Speicherkapazität für Aufnahmen bei Swisscom blue TV. 1200 Stunden Film und Fernsehen ständig griffbereit sind ihm einfach nicht genug.

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