NOT ME - A Journey with Not Vital (2021)

NOT ME - A Journey with Not Vital (2021)

  1. 78 Minuten

Filmkritik: Von einem, der in die Welt hinausging

16. Zurich Film Festival 2020
Mein Hut, der hat keine Ecken. Keine Ecken hat mein Hut.
Mein Hut, der hat keine Ecken. Keine Ecken hat mein Hut. © Filmbringer

Dokumentarfilmregisseur Pascal Hofmann porträtiert den im Jahr 1948 im Unterengadin geborenen Künstler Not Vital. Dabei folgt ihm Hofmann nach Bejing, Patagonien, Niger, New York und wieder zurück in Vitals Heimat in Sent im Bündnerland. Wir sehen Malereien, Skulpturen und architektonische Bauten und wie diese zum Teil entstanden sind. Bald sieht Hofmann jedoch ein, dass dies kein normales Porträt werden wird. Selbst Not Vital bezweifelt, dass aus dem Dokumentarfilm was Gescheites werden wird. Doch Hofmann dreht weiter - auch als er selbst von einem Schicksalsschlag getroffen wird.

Eines muss man diesem Dokumentarfilm lassen: Er sieht verdammt gut aus. Die Bilder sind von umwerfender Schönheit, wofür Kameramann Benny Jaberg zurecht mit dem Deutschen Kamerapreis 2020 ausgezeichnet wurde. Der Filmessay selbst ist jedoch etwas mühsam, da es sich um eine Spurensuche handelt, die sich immer wieder in den Bildern verliert, anstatt etwas zu erläutern. Das ist natürlich beabsichtigt, finden es viele Künstler doch müssig, ihr Schaffen zu erklären. Trotzdem hätte man gerne mehr über Not Vital erfahren. Die englischen Untertitel sind jedoch wegen des Vornamens des Künstlers ganz lustig.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Trailer Originalversion, mit deutschen Untertitel, 02:40