Muppets Haunted Mansion (2021)

Muppets Haunted Mansion (2021)

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  2. 50 Minuten

Filmkritik: Puppengrusel für Kids

Wer ist wer?
Wer ist wer? © Disney+

Während seine Muppet-Freunde rund um Kermit und Miss Piggy eine riesige Halloweenparty schmeissen, hat Draufgänger Gonzo etwas ganz anderes vor: Heuer will er allen beweisen, dass er kein Angsthase ist und sich vor nichts und niemandem fürchtet. Deshalb zieht er zusammen mit «King Prawn» Pepe schnurstracks los ins gruseligste Geisterhaus: die Haunted Mansion. Dort wird das Duo von einem Portier (Will Arnett) in Empfang genommen, der die beiden zu einer Nacht voller Geister und Spukgestalten einlädt.

Nur zwei davon sind Puppen!
Nur zwei davon sind Puppen! © Disney+

Bald schon ist Gonzo klar, dass er sich zwar vor all den Gestalten und Kreaturen im Haus nicht fürchtet, aber trotzdem vor etwas Angst hat. Das hat er bislang erfolgreich überspielt, muss sich nun aber einem Zauberspiegel stellen, der die ganze Wahrheit aufdecken wird. Währenddessen macht Pepe die Bekanntschaft von Lady Constance (Taraji P. Henson), die den kleinen Kerl schon bald um die Finger wickeln und zu einer mörderischen Hochzeit verführen kann. Das muss verhindert werden, weshalb Gonzo alles riskiert, um seinen Kumpel zu retten.

Für einen Familienabend mit den Kids vermag Muppets Haunted Mansion durchaus zu funktionieren. Gruseln wird sich keiner, für Fans der bunten Puppentruppe aber entpuppt sich dieser knapp fünfzig Minuten lange Film als Enttäuschung. Man bleibt brav, vorhersehbar und anständig. Irgendwie nicht so, wie wir die Muppet-Show in Erinnerung haben. Hoffen wir, dass die nächsten Auftritte von Kermit und Kollegen wieder schärfer, eckiger und vor allem lustiger sein werden.

Die Muppets haben durch ihre jahrelang im Fernsehen ausgestrahlten Show, diversen Filmen und der neu aufgelegten
Streaming-Show immer wieder dafür gesorgt, dass Figuren wie Kermit, Gonzo, Miss Piggy oder Fozzie nicht in Vergessenheit gerieten.

In schöner Regelmässigkeit werden mit den bekannten Puppen Kinofilme produziert und neuerdings werden die Kerlchen sogar dann eingespannt, wenn Disney eine seiner Vergnügungspark-Attraktionen etwas in den Mittelpunkt stellen will. Muppets Haunted Mansion dreht sich nämlich um das bekannte Spukhaus, das sich in den Disneyworlds und Disneylands der Welt befindet und sich im Halloween-Monat natürlich besonders für eine Thematisierung eignet.

Im Mittelpunkt stehen Gonzo und Pepe, die sich natürlich anfänglich vor allem durch grossmäuliges Quasseln in Bedrängnis bringen und dafür sorgen, dass der Einstieg in Muppets Haunted Mansion vielversprechend daherkommt. Spätestens aber bei der Ankunft im Gruselhaus, wird die Frechheit und Spritzigkeit gegen zahmen Grusel eingetauscht, der vor allem durch die verschiedenen Puppenfiguren zum Ausdruck kommt.

Bekannte Gesichter sehen wir nur in Cameo-Auftritten und so bleibt auch der Wiedererkennungswert ziemlich auf der Strecke. Wer die Attraktion von «Haunted Mansion» schon einmal persönlich erlebt hat, der wird zwar ein paar Hinweise darauf erhaschen können, aber auch bald feststellen, dass die Macher aus der Vorlage des Disney-Gruselhauses praktisch nichts Zählbares herausgebracht haben.

Muppets Haunted Mansion plätschert vor sich hin, bietet eine Handvoll Songs, die kaum in Erinnerung bleiben und Blitz-Auftritte von Stars wie Danny Trejo - wo schaut der heutzutage schon nicht vorbei? -, Alfonso Ribeiro oder John Stamos. Wer hier blinzelt, verpasst die Stars.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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