Maya the Bee 3: The Golden Orb (2021)

Maya the Bee 3: The Golden Orb (2021)

Die Biene Maja - Das geheime Königreich
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  3. 88 Minuten

Filmkritik: Not the Bees!

Ei-ei-ei-ei-ei-ei
Ei-ei-ei-ei-ei-ei © DCM

Maja (Stimme: Theresa Zertani) kann den Frühlingsbeginn kaum erwarten. Kaum berührt der erste Sonnenstrahl die Bienenkolonie, sind sie und Willi (Stimme: Jan Delay) schon aus ihrer Wabe geflogen und möchten mit dem gesamten Bienenvolk die warme Jahreszeit begrüssen. Die Königin (Stimme: Sonja Deutsch) und alle anderen möchten aber weiterschlafen, und so müssen die Freunde die Welt ausserhalb des Stocks selbst entdecken.

Auf dem Fluss Styx?
Auf dem Fluss Styx? © DCM

Kaum sind sie draussen, erwartet sie auch schon eine wichtige Aufgabe. Sie werden von einer Ameise damit beauftragt, ein goldenes Ei zum Bonsaihügel zu bringen, da die Zukunft des gesamten Ameisenstammes davon abhängig ist. Voller Tatendrang nehmen Maja und Willi die Aufgabe an und geraten damit in einen eskalierenden Konflikt zwischen Ameisen und Käfern.

Das dritte computeranimierte Abenteuer um die flinke Biene mag zwar eine einfache, kindgerechte Geschichte für die Kleinsten erzählen, entpuppt sich aber als ziemlich nervig für alle anderen. Den Animationen fehlt es an Ausdruck und Details und die piepsigen Synchronstimmen sind ein Frontalangriff auf das Trommelfell. Babyameise Smooshy und die grausigen Musical-Nummern des Käfers dürften auch die erprobtesten Kinderfilmfans herausfordern.

Wir kennen das Problem: Content, so weit das Auge reicht. Von allen Seiten und von allen Firmen werden wir mit Unterhaltungsoptionen bombardiert und stehen dann vor der Qual der Wahl. Auch unsere Kleinsten werden mit dieser Entertainmentflut konfrontiert. Es gibt viel liebevoll gemachte, pädagogisch wertvolle, lustige und spannende Kinderunterhaltung an jeder Ecke. Und dann gibt es Produktionen wie Maya the Bee 3: The Golden Orb.

Mit dem Charme der 70er-Jahre-Serie hat diese Produktion wenig gemeinsam, und so fällt der Nostalgiefaktor schon einmal weg. Erwarten kann man die Art moderner CGI-Rohkost, bei der sich das geringere Budget mit einem Mangel an Details deutlich als Problem herausstellt. Fussabdrücke der Figuren auf den Oberflächen vermisst man ebenso wie üppige Hintergründe.

Der Geschichte kann man aber einfach folgen und zumindest ein paar wichtige Lebensweisheiten hat der Film parat, die man im Anschluss mit den Kleinen besprechen kann. Diese finden sich aber auch in einer Fülle von anderen Werken, die man im Unterhaltungsdschungel finden kann und bei denen man auch als Erwachsener seine Nerven behalten darf.

Marco Albini [ma]

2003 verfasste Marco seine erste Kritik auf OutNow und ist heute vor allem als Co-Moderator des OutCast tätig. Der leidenschaftliche «Star Wars»-Fan aus Basel gräbt gerne obskure Genrefilme aus, aber Komödien sind ihm ein Gräuel.

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