Luca (2021/I)

Luca (2021/I)

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  2. 96 Minuten

Filmkritik: Santo Gorgonzola!

«Leckerschmecker!»
«Leckerschmecker!» © The Walt Disney Company Switzerland. All Rights Reserved.

Luca Paguro (Stimme von Jacob Tremblay) lebt mit seinen Eltern (und Grosi) im Meer, hütet Fische und fürchtet sich vor den Menschen an der Oberfläche. Als er immer mehr Gegenstände findet, die er zwar nicht kennt, ihn aber faszinieren, wird er neugierig. Die gleiche Faszination üben diese alten Sachen auf Alberto Scorfano (Stimme von Jack Dylan Grazer) aus, der die Preziosen an der Oberfläche in einem Turm sammelt. Als ihm Luca dorthin folgt, stellt er mit grosser Überraschung fest, dass er an der Sonne vom Seemonster zum Menschen wird. Somit eröffnet sich ihm eine neue Welt, die er entdecken will.

Heey, ab in den Süüden!
Heey, ab in den Süüden! © The Walt Disney Company Switzerland. All Rights Reserved.

Nach einigen Startschwierigkeiten - Laufen will erstmal gelernt werden - machen sich die Freunde auf zum Küstenstädtchen Portorosso, wo die Menschen in Angst vor den legendären Seemonstern leben. Luca und Alberto geben sich den Gelati, dem Sommer und dem Abenteuer hin, das sie zum Mädchen Giulia (Stimme von Emma Berman) führt. Diese bereitet sie darauf vor, gegen den Stadtrüpel Ercole (Stimme von Saverio Raimondo) vorzugehen, der den diesjährigen Portorosso-Cup gewinnen will. Denn mit dem Hauptpreis könnten sich Luca und Alberto ihren grössten Traum erfüllen: eine richtige Vespa!

Ja, Pixar hat es einmal mehr geschafft und liefert mit Luca wohl einen der grossen Sommerhits des Jahres ab. Die perfekte Einstimmung für einen Sommer mit viel Freude, Spass und Leichtigkeit. Diesem italienischen Flair kann sich niemand entziehen und obendrein liefert dieser Spass eine zeitlose Botschaft. Bravo, Ragazzi!

Nachdem der letzte Pixar-Film Soul zu Oscar-Ehren kam, präsentiert das Studio nun eine perfekte Einstimmung auf die Sommerferien. Mit Eiscreme, Sonnenschein, flotter Musik, Pasta und genügend Italianità, wünschen wir uns sofort in den Süden, wo das Leben doch scheinbar so viel einfacher ist. Luca nimmt uns mit ein kleines Küstendörfchen der 1950er-Jahre, das vor italienischen Klischees zwar nur so strotzt, aber mittels einer wunderbaren Story uns allen ein Lächeln auf das Gesicht zaubert.

Die Geschichte eines kleinen Seeungeheuers, das die ersten Schritte in der Menschenwelt macht mag nicht neu sein, wird aber in Luca mit viel Esprit und Spass umgesetzt. Die Entwicklung des schüchternen Protagonisten zum Buben, der sich seinen Ängsten stellt und für seine Freunde einsteht, ist herzig vorgetragen, toll animiert und mit viel witzigen Sequenzen unterlegt. Gemeinsam mit dem «Profi» Alberto ergibt sich hier ein Duo, dem man gerne noch länger über die Schultern geschaut hätte und das Erinnerungen an die eigene Kindheit wachruft.

Das ganze Drumherum von Luca ist optisch und akkustisch wunderbar gelungen. Das Küstendörfchen mit all seinem Charme, die kuriosen Einwohner mit ihren (typisch italienischen?) Eigenschaften und selbst der arrogante Gegenspieler unseres Grüppchens, mit fast schon supermarieskem Dialekt, sind einfach wundervoll und liebenswert dargestellt - von der kleinen Giulia mit ihren wilden, roten, Haaren ganz zu schweigen.

Die Macher von Disney/Pixar verstehen es aber auch in Luca, hinter den Witz und den Spass zu schauen und eine Message zu verbreiten, die zeitlos ist. Dies merken wir vor allem in den ruhigeren Szenen und gegen Ende des Films, wenn die Spassschraube etwas zurückgedreht und mit dramatischeren Sequenzen gearbeitet wird. Solche Momente, sonst eher mühsam und zäh, passen in Luca hervorragend als Gegenpol zum leichten und heiteren Sommermärchen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

th

beeindruckend wie weit die render-qualität, wasseranimationen und die fotorealistischen texturen inzwischen schon sind.

muri

Filmkritik: Santo Gorgonzola!

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