Kate (2021)

Kate (2021)

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  2. 106 Minuten

Filmkritik: Boom Boom Lemon

Netflix
If you're cool and you know it clap your hands.
If you're cool and you know it clap your hands. © Netflix

Kate (Mary Elizabeth Winsead) wurde bereits als Kind von Varrick (Woody Harrelson) rekrutiert und zur Killerin ausgebildet. Ihr aktueller Auftrag bringt sie nach Osaka, wo sie den Bruder des Yakuza-Bosses, Kijima (Jun Kunimura) ausschalten soll. Unerwartet begleitet Kijimas Nichte, Ani (Miku Patricia Martineau), ihren Vater, was in Kate Skrupel weckt. Nach einigem Zögern zieht sie ihren Auftrag trotzdem durch, entschliesst sich jedoch, sich beruflich umzuorientieren. Bevor sie das umsetzen möchte, verspricht sie Varrick, dass sie ihren letzten Auftrag - den Mord an Kijima - noch ausführt.

Tokio Hotel nach ihrer Musikkarriere
Tokio Hotel nach ihrer Musikkarriere © Netflix

Kurze Zeit später ergibt sich in Tokyo eine gute Gelegenheit, um Kijima zu töten. Als Kate jedoch ihr Ziel verfehlt, erkennt sie, dass sie vergiftet wurde und nur noch 24 Stunden leben wird. Um sich an ihrem Mörder zu rächen, bevor es sie dahinrafft, macht sie sich auf die Suche nach den Verantwortlichen. Auf ihrer Suche findet sie überraschenderweise in Ani eine Verbündete.

Die Storyline von Kate bietet nicht viel Originalität und lässt das Publikum stellenweise etwas konfus zurück. Dies spielt allerdings eine sekundäre Rolle, da die neuste Netflix-Produktion vor allem mit viel gut choreografierter Action und einer starken Protagonistin überzeugt. Mary Elizabeth Winstead als Antiheldin bietet beste Unterhaltung für einen Kinoabend zu Hause.

Mary Elizabeth Winstead (Scott Pilgrim vs. the World) scheint ja einen bestimmten Typ immer wieder gerne zu spielen: unabhängig, stark - badass. Und das gelingt ihr in Kate einmal mehr. Von Anfang an überzeugt sie mit ihrer coolen, unnahbaren, ja fast rohen Art als gnadenlose Killerin. Zugegeben, viel abwechslungsreiche Mimik muss sie in der neusten Netflix-Produktion nicht bieten, ausser gefühlskalt dreinzuschauen und immer wieder das Gesicht schmerzerfüllt zu verziehen. Aber hey, es handelt sich schliesslich um einen gewaltgeladenen Actionstreifen, was will man da mehr als eine coole, rächerische Antiheldin? Sigourney Weavers Ripley meets Uma Thurmans Bride müssen wohl als Inspiration gedient haben , gibt es doch einige Ähnlichkeiten zu den Müttern aller Badasses. Neben Winsteads Coolness tritt Woody Harrelson (Natural Born Killers) ziemlich in den Hintergrund, fairerweise soll aber auch erwähnt werden, dass er ziemlich wenig Screentime erhält.

Dank der guten Unterhaltung, welche die vielen und gut inszenierten Actionszenen bieten, kann man über die 0815-Storyline hinwegsehen. Der Plot bietet keine grossen Überraschungen und bleibt von Anfang an vorhersehbar. Dadurch gibt es während der rund 100 Minuten Laufzeit immer wieder unnötige Längen. Scheinbar versuchten die Autoren, doch etwas Originalität einfliessen zu lassen. Leider führt das dazu, dass die Handlung einen immer mal wieder etwas ratlos zurücklässt und man sich fragt, was jetzt genau passiert. Hier hätten sie sich besser mit einem einfacheren Handlungsstrang zufrieden geben sollen - weniger ist halt manchmal einfach doch mehr.

Wem Filme wie Drive oder Atomic Blonde - Regisseur David Leitch war übrigens Produzent von Kate - bereits Spass machte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Holt das Popcorn und geniesst einen unterhaltsamen Actionabend im Heimkino.

Diana Rolny [dro]

Diana arbeitet seit 2013 als Freelancerin bei OutNow. Sie liebt Dokumentationen wie «The Life of Brian» und Wanderfilme aus Mittelerde. Zu schwarzhumorigen Komödien geniesst sie gerne einen Martini Dry, bei Sci-Fi einen Pangalactic Gargleblaster und bei sinnfreien Kunstfilmen einen Molotowcocktail.

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Kommentare Total: 2

dro

Filmkritik: Boom Boom Lemon

bloodout666

Kate ist ein guter frischer Actionfilm, der durch seine Geschichte einfach Spass macht!
Gute Action gute Darsteller und auch zu schmunzeln gibt es was !

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