Jolt (2021)

Jolt (2021)

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  2. 91 Minuten

Filmkritik: Chill mal!

Netflix
Bang Bang, she shot me down…
Bang Bang, she shot me down… © Amazon Prime

Lindy (Kate Beckinsale) ist ehemalige Türsteherin und hat ein Aggressionsproblem: Immer wenn sie jemanden ungerecht behandelt sieht, dreht sie durch und geht auf die Täter los. Um das künftig zu verhindern und ihr Leben unter Menschen zu ermöglichen, hat Dr. Munchin (Stanley Tucci) Elektroden entwickelt, die Lindy mittels Knopfdruck aktivieren und sich damit beruhigen kann. Doch auch diese Methode kommt irgendwann an ihre Grenzen.

Gib mir ein gutes Drehbuch!
Gib mir ein gutes Drehbuch! © Amazon Prime

Nun hat sie Justin (Jay Courtney) kennengelernt - einen sympathischen Buchhalter, mit dem sie die Nacht verbringt und der durchaus ein Kandidat für eine feste Beziehung sein könnte. Als aber Lindy mitbekommt, dass Justin ermordet wurde, helfen ihr auch keine Stromkreise mehr, denn nun ist sie auf Vollgas und will den Mörder finden, und wenn sie dafür die halbe Stadt in Schutt und Asche legen und die Cops auseinandernehmen muss. Denn die halten sie natürlich für die Hauptverdächtige in diesem Fall…

Nein, Jolt ist nichts geworden. Die Kampfsequenzen wiederholen sich stetig, die dunkle Seite agiert ohne Hintergrund und Kate Beckinsale muss weiterhin von der nächsten grossen Rolle träumen. Mit Auftritten wie hier dürfte das aber noch ein Weilchen dauern, bis die Schauspielerin wieder positiv von sich reden machen kann. Und die angedrohte Fortsetzung wird hoffentlich auch nochmal gründlich überdacht…

Von Kate Beckinsale haben wir schon länger nichts mehr Gescheites gesehen oder gehört. 2016 war sie noch in Underworld: Blood Wars zu sehen, aber seither fehlt der grosse Banger. Nun versucht sich die Schauspielerin, die damals in Filmen wie Pearl Harbor und Serendipity auftrat, als Actionheldin, die nur durch technische Hilfe am Durchdrehen gehindert wird. Jolt heisst das Ganze und ist so schwach, wie dessen Titel kurz ist.

Regisseurin Tanya Wexler versucht hier, Kate Beckinsale so jung und agil in Szene zu setzen, wie wenn diese in ihren frühen Zwanzigern wäre. Dabei entwickelt sich ein rasantes Actionding mit entfernten Anleihen an Crank und ähnliche Kollegen. Dass aber dabei Story und Charaktere auf der Strecke bleiben, spricht nicht für den Film.

Neben Beckinsale treffen wir bald mal auf Stanley Tucci. Der gute Mann ist eigentlich immer für eine solide Performance gut, wird hier aber völlig verkocht. Dafür zeigt Jay Courtney (der Captain Boomerang aus The Suicide Squad) einmal mehr, dass er als Darsteller in grösseren Parts überfordert ist.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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