Ghostbusters: Afterlife (2021)

Ghostbusters: Afterlife (2021)

Ghostbusters: Legacy
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  3. 125 Minuten

Filmkritik: Bye bye, Harold!

Who you're gonna call?
Who you're gonna call? © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Callie (Carrie Coon) ist eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern und ohne Geld. Sohn Trevor (Finn Wolfhard) ist ein Teenie und Töchterchen Phoebe (Mckenna Grace) ein Science-Nerd. Als die Nachricht vom Tod von Callies Vater kommt, fährt die Familie ins ländliche Oklahoma. Vielleicht lässt sich ja Erbgut zu Geld machen. Allerdings wird aus der Wunschvorstellung nichts, denn das alte Haus des Papas ist verfallen, das Städtchen ein Albtraum für Kids und ausser Nachhilfelehrer Grooberson (Paul Rudd) gibt es kaum jemanden, der die Familie willkommen heisst.

Ant-Man ist zu neugierig!
Ant-Man ist zu neugierig! © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Als aber die Erdbeben in der Gegend zunehmen, die Kids bei ihren Entdeckungstouren unheimliche Wesen beobachten und Trevor in der Scheune ein (altbekanntes) Auto entdeckt, schlittert die Familie (mitsamt dem Lehrer) in ein Abenteuer, das ihr Leben auf Dauer verändert. Denn der schrullige Opa war Egon Spengler (Harold Ramis), seines Zeichens stolzes Mitglied der «Ghostbusters» und bis zuletzt Beschützer der Erde vor monströsen Eindringlingen, die sich jetzt aufmachen, die Welt an sich zu reissen!

Ja, wir Fans der Originals haben mit Ghostbusters: Afterlife endlich einen Film gefunden, der als «würdig» eingestuft werden kann. Witzig, unterhaltsam, mit diversen Querverweisen bestückt und mit einer grossen Portion Nostalgie versehen, machen Neuauflagen oder Sequels definitiv Spass und es wäre eine Schande, wenn diese Reihe mit diesem Film ihren Abschluss finden würde. Da ist das Pulver noch nicht verschossen - wir freuen uns!

Die Ghostbusters wurden 1984 zum weltweiten Erfolg in den Kinos. Regisseur Ivan Reitman brachte Stars wie Bill Murray, Dan Aykroyd, Sigourney Weaver und Rick Moranis auf die Leinwand, steckte sie in ein Geisterabenteuer mit viel Witz und legte den Grundstein zu einer Filmreihe, die heute Kultstatus erreicht hat. Das Sequel Ghostbusters II mochte zwar nicht mehr ganz mit dem Original mithalten, aber besser als der Damen-Ableger von 2016) ist er (sorry) allemal.

Nun wurden die alten Recken wieder aus ihren Ruheständen geholt und von Jason Reitman, dem Sohn des Regisseurs des Originals, reaktiviert. So haben wir nun Ghostbusters: Afterlife, der die 2016er-Variante ignoriert und stattdessen stark Bezug nimmt auf das Original von 1984. Sehr zur Freude aller Geisterfans!

Die Geschichte ähnelt dem klassischen Spielberg-Abenteuerfilm. Eine Familie (sympathisch chaotisch) gerät in einer Kleinstadt in ein Abenteuer, die Kids erobern die Leinwand und die Effekte sind (sofern man das sagen kann) «handgemacht». Geistererscheinungen bietet der Film in toller, das heisst auch klassischer, Qualität und auch der Endgegner kommt Fans des Originals bekannt vor. Dazu packt Regisseur Reitman die Charaktere von damals noch in die Storyline und das auf eine wunderschöne und absolut passende Art und Weise. Wer hier kein Tränchen verdrückt, dürfte sich eigentlich keinen Film dieser Reihe mehr anschauen!

Dass hier eine Art Stabsübergabe an die jüngere Generation stattfindet, durfte erwartet werden. So liegt der Fokus vor allem auf dem aus Stranger Things und It bekannten Finn Wolfhard sowie der frisch aufspielenden McKenna Gracie (Annabelle comes home), die ein wunderbares Geschwisterpaar abgeben. Allerdings werden sie noch von Paul Rudd (Ant-Man) übertroffen, der als Manchild einfach unschlagbar ist. Er soll in Ant-Man and the Wasp: Quantumania wieder mit Bill Murray vor der Kamera stehen. Sagt man jedenfalls.

In Ghostbusters: Afterlife erwartet einen, vor allem die Fans, einiges. Hinweise auf die Klassiker, Gastauftritte, die Musik oder Sequenzen mit den Mini-Marshmallow-Men - das Zwerchfell wird arg strapaziert! - bieten immer wieder kleine Höhepunkte, zwischen denen sich die Geistergeschichte stetig und flott entwickelt. Sehr zur Freude des Publikums, das hier einen grossen Spass erwarten dürfen.

Achtung! Während und nach dem Abspann sind noch Szenen zu sehen, für die man im Kino etwas länger sitzen bleiben sollte. Vor allem derjenige nach Filmschluss ist wichtig für die Zukunft der Marke «Ghostbusters».

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 4

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Eine richtige Nostalgiebombe. Kurzweilig erzählt mit einem «härzigen» Ende. Wer Fan von den ersten beiden Filmen ist, muss Afterlife unbedingt schauen.

Lenny Nero

Eine schöne Hommage an die alten Filme, die jungen Schauspieler sind toll, Paul Rudd war nach meinem Geschmack schon mal besser eingesetzt. Die Effekte sind knallig und auch die Story gefiel mir.

Wie allerdings der Film eine Freigabe ab 10 Jahren oder 8 in Begleitung Erwachsener erhalten hat, verstehe ich nicht ganz. Da ist der Film doch einiges grusliger als die Vorgänger.

goe

Läck! Diese McKenna Grace spielt vielleicht grossartig! Ich habe sie ja schon als Wunderkind in "Gifted" bewundert. Sie stiehlt Finn Wolfhard und sogar Paul Rudd schon ein wenig die Show. Kein Wunder: Wenn man schon aussieht, als wäre man Egon Spenglers Enkelin, wird es ein Schaulaufen für die junge Akteurin. MEGA! Ganz grosses Kino!

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