Flora and Ulysses (2021)

Flora and Ulysses (2021)

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Filmkritik: Do not hope. Observe!

Disney+
Superhelden sind flauschig!
Superhelden sind flauschig! © Disney

Die kleine Flora (Matilda Lawler) lebt mit ihrer Mutter Phyllis (Alyson Hannigan) alleine, und seit diese sich von Papa George (Ben Schwartz) getrennt hat, mag sie auch keine Romane mehr schreiben. Somit fällt eine Einkommensquelle aus und die Geldprobleme der Familie nehmen Überhand. Als der elektrische Rasenmäher der Nachbarin eines Tages ein Eichhörnchen einsaugt, nimmt sich Flora des herzigen Tierchens an, nennt es «Ulysses» und entdeckt bald, dass der Nager doch tatsächlich einige coole Talente hat. So ist Kommunikation mit ihm möglich, er scheint absichtlich fliegen zu können und ist auch sonst ein aussergewöhnlich helles Köpfchen.

Action mit Donuts
Action mit Donuts © Disney

Wie es das Schicksal so will, zieht das Eichhörnchen in einem Restaurant die Aufmerksamkeit auf sich, was zur Folge hat, dass Tierfänger Miller (Danny Pudi) sich persönlich der Sache annimmt. Während dieser sich also auf die Jagd nach dem Eichhörnchen macht und es dabei mit allerlei Fauna aufnehmen muss, versucht Eichhörnchen Ulysses mit einem ausgeklügelten Plan, die Eltern von Flora wieder zueinander zu bringen. Doch dann schlägt der Tierfänger zu und eine grosse Rettungsaktion ist angesagt!

So herzig und sympathisch Flora and Ulysses auch daherkommt, grosse Spannung oder intensives Storytelling dürfen wir nicht erwarten. Es handelt sich hier um einen blitzblank produzierten Familienfilm, der niemandem wehtut und der mit dem animierten Eichhörnchen einen Sympathiebolzen hat, dem man gerne beim Fressen, Fliegen oder Quatschmachen zuschaut. Mehr will Flora and Ulysses aber auch nicht, und als reiner Unterhaltungsfilm besteht er den Test locker.

Basierend auf der Kindergeschichte von Autorin Kate Di Camillo präsentiert uns Disney mit Flora and Ulysses eine liebenswerte Umsetzung der herzigen Story vom jungen Mädchen und dessen Eichhörnchen. Besetzt mit der quirrligen Matilda Lawler, zeigt uns der Film, wie ein kleiner «Superheld» eine ganze Familie in die richtige Richtung leiten kann.

Ob nun das Eichhörnchen wirklich Superkräfte hat und ob die Story auch wirklich wahr ist, macht in der Endabrechnung keinen Unterschied. Die Spezialeffekte und kleinen Witzmomente mit dem Nager sind auf alle Fälle herzig animiert und witzig umgesetzt. Sei es die Superheldenlandung oder der Kampf mit dem Newton-Pendel, das kleine Tier ist liebenswert von Anfang bis Ende. Auch wenn es sich dabei natürlich um eine Animation handelt, so ist sie hervorragend gelungen und absolut lebensecht. Viel besser als beispielsweise die immer wieder auftauchende Katze «Mister Klaus», der man die Animation von Weitem ansieht.

Die Geschichte von Flora and Ulysses wird familiengerecht und schwungvoll erzählt. Grosse Überraschungen bleiben aus, aber die Erwachsenen (vor allem Alyson Hannigan) kriegen doch immer wieder Zeit, etwas «tiefer» zu gehen und auch mal Gefühle zu zeigen. Hannigan macht das einiges besser als ihr Kollege Ben Schwartz, der lieber den etwas verlorenen Daddy spielt. An Matilda Lawler und ihrem teilzeitig-blinden Sidekick Benjamin Evan Ainsworth prallt jegliche Kritik eh ab. Die beiden geben ein liebenswertes Team ab.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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