Fast & Furious 9 (2021)

Fast & Furious 9 (2021)

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  2. 145 Minuten

Filmkritik: Up, up and away!

Wo bleibt der Coiffeur?
Wo bleibt der Coiffeur? © Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

Dominic Toretto (Vin Diesel) lebt mit Letty (Michelle Rodriguez) und Sohn Brian abgeschieden auf dem Land. Besuch wollen sie nicht und wenn mal ein Auto in der Ferne auftaucht, verschwindet der Bub im Keller und die Erwachsenen holen ihre Knarren aus den Schränken. Nun aber muss Toretto wieder ins Spiel zurück, denn es ist ein Apparat gestohlen worden, der die Welt in Gefahr bringt. Dazu holt er sich wieder seine Kumpels Roman (Tyrese Gibson) und Tej (Ludacris) an die Seite und los geht die Jagd, in die sich bald ein neues Gesicht einmischt.

«Herzlich Willkommen bei uns daheim!»
«Herzlich Willkommen bei uns daheim!» © Universal Pictures International Switzerland. All Rights Reserved.

Jakob (John Cena), der Bruder von Dominic, hat sich vor vielen Jahren von diesem verabschiedet und eine Karriere auf der dunklen Seite des Gesetzes gestartet. Nun entpuppt sich ausgerechnet dieser Bruder als grosser Gegenspieler des Toretto-Clans und ist mit seinen Aktionen stets einen Schritt schneller als Big-Dom. Als dann auch noch Cyber-Terroristin Cipher (Charlize Theron) im Hintergrund auftaucht, ist guter Rat teuer. Aber Dominic Toretto wäre nicht der glatzköpfige Muskelmann, wenn er nicht noch ein Ass im Ärmel hätte: Der totgeglaubte Han (Sung Kang) taucht auf und hilft dabei, die Kräfteverhältnisse in die richtige Richtung zu drücken.

Über Fast & Furious 9 gäbe es eigentlich noch viel mehr zu melden, aber grundsätzlich bleibt sich die Reihe auch im neuesten Teil treu und liefert das, was die Fans suchen: Laute Action, Speed, coole Sprüche, ein paar schöne Autos und zwischendurch sogar ein bisschen Tiefe, wenn die Familiengeschichte der Torettos ins Spiel kommt. Die zweieinhalb Stunden Laufzeit vergehen jedenfalls ohne grössere Hänger, allerdings dürfte es jetzt dann auch mal genug sein von den Rasern auf der Leinwand. Oder?

Seit 2001 The Fast and the Furious über die globalen Leinwände fegte und coole Autos, muskelbepackte Kerle und rasante Action verband, hat sich die Story um Dominic Toretto und seine Familie zum weltweiten Phänomen entwickelt. Inzwischen sind wir schon bei Fast & Furious 9 angelangt und ein Ende der Reihe ist noch nicht in Sicht. Erstaunlicherweise taucht hier sogar ein Familienmitglied auf, von dem noch gar nie die Rede war.

Vin Diesel hat mit dieser Reihe die Messlatte für Actionsequenzen hoch gesetzt. Von anfänglichen Strassenrennen über Drift-Action in Tokio oder Sprüngen im Auto von einem Hotelturm zum anderen bis hin zu Actionsequenzen mit Panzern oder U-Booten: Da bleibt nicht mehr viel übrig, oder? Ausser man würde noch was im Weltall machen ... Aber ... das würden sie doch nicht? Haha, think again! Was genau es damit auf sich hat und wie sehr man in Fast & Furious 9 die Grenzen des Erklärbaren ausreizt, dürfte ein wichtiger Grund sein, sich diesen Film anzuschauen.

Inhaltlich fokussiert Fast & Furious 9 stark die Familie und den verschwundenen Bruder, der nun, muskelbepackt bis unters Kinn, wieder auftaucht. Diese Rolle hat sich Wrestling-Champion John Cena (Bumblebee, The Suicide Squad) geschnappt und gibt uns einen finster dreinblickenden Bösewicht, der zwar actionmässig abliefert, aber den Gesichtsausdruck kaum einmal ändert. Da hat Kollege Dwayne «The Rock» Johnson einen besseren Eindruck hinterlassen.

Inzwischen ist die Toretto-Familie angewachsen und somit tauchen immer wieder neue Gesichter auf oder kehren zurück. In Fast & Furious 9 sehen wir nun also auch «Han» wieder, der ja eigentlich in The Fast and the Furious: Tokyo Drift verstorben war. Da hat man uns einen schönen Bären aufgebunden, denn der Kerl ist wieder da und hilft mit, den Bösen den Hintern zu versohlen! Deutlich kleiner ist hingegen die Rolle von Charlize Theron, die ihre Rolle als «Cipher» (aus The Fate of the Furious) wieder aufnimmt und mit einem üblen Haarschnitt ein paar böse Drohungen aussprechen kann.

Wer beim Abspann noch ein bisschen sitzen bleibt, kriegt noch ein kleines Sequenzchen geboten, das uns wohl direkt auf den nächsten Furious-Teil einstimmen soll. Welcome back!

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 3

CrossRaider

Insgesamt reiht sich der Film bei mir in der Kategorie 'Besser als erwartet' ein. Die Flashback Story fand ich cool. Der verschollene Bruder wurde doch besser integriert, als ich dachte. Die übertriebenen Elemente waren genügend verteilt und dienen im Allgemeinen der Unterhaltung. (Magnete, die Metall auch pushen können...) was ich absolut in Ordnung fand. Aber was mir gefehlt hat (kommt vielleicht in Teil 10?), war Mr. Nobody. War der jetzt im Flugzeug? Ist er tot? Watschelt er immer noch im Dschungel rum? Wo zum Geier steckt der Kerl? Plus, dass Gisele jetzt rückwirkend auch noch zur Agentin befördert wurde, fand ich unnötig, da sie in Teil 4 nicht wirklich diesen Part innehat und in Teil 5 bloss einen Anruf machen müsste, etc...
Alles in Allem sehr unterhaltsam und für einen neunten (!) Teil absolut in Ordnung. In der Kontinuität immer noch 10'000x besser als Episode 9, aber das ist auch nicht schwer.

goe

Action und schicke Autos. Ja was will man mehr!....Moment...Da war doch was....
Stimmt. Es hat sich grundsätzlich nicht viel geändert. Wer drauf steht, kann sich den Film gönnen. Die Familien-Flashbacks fand ich grundsätzlich ziemlich gut. Der junge "John Cena" ist gut gecastet, der junge "Vin Diesel" hingegen, zugegeben schwierig, eher schlecht gecastet und optisch nicht annähernd am Original dran. Und das mit der Physik....Naja! Das wissen wir ja. Dieser Film spielt logischerweise mit physikalischen Unmöglichkeiten. Das kann man sehen wie man will. Ich finde, dann könnte man ja direkt James Bond-Gadgets in die Fahrzeuge einbauen. Es ist aber auch einfach nicht mein Film. Sorry.

Für alle, die auf Mega-Giga-Spoiler verzichten wollen, müssen jetzt unbedingt aufhören zu lesen!

Im Trailer sieht man bereits, dass Han (aus Tokio Drift) wieder zurückkehrt. Das ist also nichts Neues.
So richtig enttäuschend ist dann aber die so genannte "Aufklärung" (hat den Namen nicht verdient), warum Han überhaubt noch lebt.
Mr. Nobody sagt so etwas simples wie "Das ist nicht das erste Mal, dass wir so einen Zaubertrick vorführen" (ist nicht der exakte Wortlaut). Was soll das also? Mehr nicht? Kein technisches CGI? Keine "Puppe" im Wagen mit Hans Gesicht drauf? Kein anderes Fahrzeug, welches ihn im letzten Moment noch aus dem expodierenden Wagen zieht? Man lässt den Zuschauer komplett im imaginären Regen stehen. Zum Glück gibt es die Fantasie noch, welche wirre Thesen erlaubt. Das war so richtig schlecht.

muri

Filmkritik: Up, up and away!

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