Don't Breathe 2 (2021)

Don't Breathe 2 (2021)

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  3. 98 Minuten

Filmkritik: Nicht ohne meine Tochter!

Ruhe bitte!
Ruhe bitte! © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Der blinde Mann, den wir nun als Norman Nordstrom (Stephen Lang), kennen, hat sich ein kleines Mädchen geschnappt und unter seine Fittiche genommen. Phoenix (Madelyn Grace) lag nach einem Hausbrand auf der Strasse und lebt seither mit dem alten Mann. Er erzieht seine «Tochter» zu einer Kämpferin, denn das Leben ist hart und brutal. Auch soziale Kontakte schränkt er stark ein, was die Laune des Mädchens natürlich nicht verbessert. Bei einem der seltenen Ausflüge ins Städtchen läuft sie einem seltsamen Kerl über den Weg, der sie danach verfolgt.

Fertig lustig
Fertig lustig © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

In der Nacht steht dieser Mann, Raylan (Brendan Sexton III), mit seiner Bande vor der Haustür und will Phoenix entführen. Mit der Gegenwehr des Blinden haben sie aber nicht gerechnet, so dass ein brutaler Kampf ums Überleben beginnt, in dessen Verlauf Phoenix geschnappt und Nordstrom überwältigt wird. Fälschlicherweise für tot gehalten, macht sich der alte Mann aber auf, seine «Tochter» zu holen - und wenn es das Letzte ist, was er in seinem Leben tut...

Dass man Don't Breathe nicht einfach so wiederholen kann, hätte eigentlich klar sein sollen. Trotzdem macht Don't Breathe 2 einiges richtig, setzt aber stark auf die physischen Sequenzen und die Brutalität, wohingegen in Sachen Spannung einige Abstriche gemacht werden müssen. Hauptdarsteller Stephen Lang ist weiterhin klasse und sein Charakter bleibt auch nach dem Sequel nicht wirklich schubladisierbar. Gut so!

Don't Breathe ist einer dieser Filme, während denen man als Zuschauer keinen Mucks machen will. Diese Stille, diese Spannung und die Intensität, mit der die Story des blinden, aber keineswegs harmlosen Mannes erzählt wurde, all das wusste zu begeistern. Nun hat man sich dazu entschieden, diesen Charakter noch einmal auf das Publikum loszulassen. In Don't Breathe 2 gibt uns Avatar-Bösewicht Stephen Lang noch einmal den Kerl, der gar nicht so hilflos ist, wie das die Leute im Film jeweils annehmen. Ein solch spannender Film wie der erste Teil ist den Machern aber leider nicht mehr gelungen.

Die ersten Minuten machen Lust auf mehr und zeigen uns eine Ausgangslage, die derjenigen aus dem Original nicht unähnlich ist. Der von Stephen Lang weiterhin sehr intensiv verkörperte alte Mann scheint einen Sinn in seinem Leben gefunden zu haben, der ihm aber dann spektakulär und mit viel Blut und Brutaltität wieder genommen wird. Das mag zwar nicht mehr ganz an die Intensität des ersten Teils heranreichen, bietet dafür knallharte Action. Vielleicht sogar ein bisschen zu viel Brutalität, was auf Kosten der Spannung geht.

Die Story von Don't Breathe 2 verläuft nach dem ersten Aufeinandertreffen in den üblichen Bahnen, wobei die Macher noch einen kleinen Twist eingearbeitet haben, der zusätzliche Möglichkeiten der Entwicklung eröffnet. Leider hat man dann aber zu wenig aus dieser Prämisse gemacht. Am Ende bleibt ein Film, der mit viel Brutalität eine einfache Story erzählt und dessen Hauptdarsteller einmal mehr überzeugt.

Am Ende des Films gibt es übrigens noch eine kurze Sequenz, die für den weiteren Verlauf der Reihe (sollte es denn eine geben) nicht unwichtig ist.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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Kommentare Total: 2

bloodout666

Ein voll ung ganz gelungener Film .Was vor allem mit Stephen Langs Darbietung als blinder Mann zu tun hat !
Alles passt und auch die Bösewichte werde super gespielt !
Ich finde Donth Breath 2 ein echter Hingucker und gelungenes Stück Horror und Thriller!

muri

Filmkritik: Nicht ohne meine Tochter!

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