Batman: Soul of the Dragon (2021)

Batman: Soul of the Dragon (2021)

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  2. 83 Minuten

Filmkritik: Groovy, Baby!

Let's Groove tonight!
Let's Groove tonight! © Warner Bros.

Der international als Spion tätige Richard Dragon (Stimme von Mark Dacascos) taucht in den 1970er-Jahren in Gotham bei Bruce Wayne (Stimme von David Giuntolli) auf und bittet ihn um Hilfe. Ein Bösewicht ist aufgetaucht, hat einen Schlangenkultgemeinschaft um sich geschaffen und will die Herrschaft über die Welt an sich reissen, indem er einen Dämon durch eine Pforte in die heimische Dimension lässt.

Dragon und Wayne müssen sich Unterstützung holen und trommeln dafür Lady Shiva (Stimme von Kelly Hu) und Ben «Bronze Tiger» Turner (Stimme Michael Jai White) zusammen. Gemeinsam haben sie in ihren Jugendjahren eine spezielle Ausbildung bei ihrem Lehrmeister, O-Sensei (Stimme von James Hong), abgeschlossen. Dort wurden sie nicht nur getestet, trainiert und zurecht gebogen, sie entdeckten auch eine mysteriöse Tür, die niemals geöffnet werden durfte. Da dies trotzdem gemacht wurde, hatte zur Folge, dass sie nicht nur zum ersten Mal die Begegnung mit der anderen Dimension erlebten, sondern auch ihren Lehrmeister verloren. Und nun will dieser Schlangenzirkel genau dieses Tor wieder öffnen. Das muss verhindert werden!

Batman: Soul of the Dragon braucht ein wenig Angewöhnungszeit, hat seine Stärken in den Ausbildungsmomenten und lässt gegen Ende nochmals alle Stärken vom Stapel, die ein solcher Animationsfilm braucht. Trotzdem reicht er nicht ganz an die stärksten Vertreter des Genres heran, was auch daran liegen mag, dass Batman: Soul of the Dragon kein reiner Batman-Film ist, sondern der einer Gruppe Freunde, welche die Welt rettet.

Das Schöne an diesen DC-Animationsfilmen ist ja, dass sich die Macher frei in der bunten Welt der Superheldencomics bewegen können, starke Stories erschaffen und auch gerne mal etwas abseits der bekannten Normen agieren. Für Batman: Soul of the Dragon geht die Reise tief in die 1970er-Jahre hinein und bietet nebst souligem Groove und krassen Frisuren auch ein wenig Enter the Dragon-Stimmung.

Es mag nicht jedermanns Sache sein, unsere Lieblingsfledermaus in einer anderen Zeit zu sehen, aber Batman: Soul of the Dragon löst dieses Problem auf lockere und coole Weise. Man pausiert nämlich die eigentliche Story immer wieder und kehrt zurück in alte Zeiten, als Bruce Wayne noch ein Rookie war und sich unter den Fittichen eines alten Kampfmeisters gegen allerlei Konkurrenz zur Wehr setzen musste. Dabei werden die einzelnen Talente und Stärken bald klar, wobei diese dann in der «richtigen» Geschichte auch entsprechend eingesetzt werden.

Stimmlich kriegen wir in Batman: Soul of the Dragon mit David Giuntoli (13 Hours), Mark Dacascos (John Wick 3 - Parabellum), Michael Jai White (Spawn) und der hinreissenden Kelly Hu (The Scorpion King) ein paar bekannte Namen geboten, die ihren Figuren Leben einhauchen und ihre Sache gut machen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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