The Wrong Missy (2020)

The Wrong Missy (2020)

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  2. 89 Minuten

Filmkritik: Bad hair, bad jokes, bad everything!

Netflix
Ey, was geht aaaaab!
Ey, was geht aaaaab! © Netflix

Tim (David Spade) sucht nach seiner Traumfrau, trifft aber bei einem Blind-Date auf die durchgeknallte Melissa (Lauren Lapkus). Die ist so schräg, dass sich Tim bald durchs WC-Fenster verabschiedet und sie nicht mehr wiedersehen will. Als er kurz darauf am Flughafen auf eine wunderschöne Frau (Molly Sims) trifft, ebenfalls mit Namen Melissa, funkt es, und die beiden versprechen sich, einander schnellstmöglich zu schreiben. Da Tims Firma einen Geschäftsausflug Hawaii durchführt, möchte Tim seine Traumfrau mitnehmen, textet die Einladung aber an «Psycho-Missy».

Wooh, deine Perücke ist so geil!
Wooh, deine Perücke ist so geil! © Netflix

Die Überraschung ist entsprechend gross, als nicht das langbeinige Model, sondern die knuffige Melissa im Flugzeug auftaucht und sich anschickt, das ganze Wochenende in die Hand zu nehmen. Nebst Tims Beförderung steht nun also auch sein Ruf auf dem Spiel, denn Missy hat zu jedem Thema eine Meinung, hilft überall mit und steht ab der ersten Minute im Mittelpunkt. Dass dies Tims Rivalin voll in die Karten spielt, macht das Leben des kleinen Mannes mit den seltsamen Haaren nicht einfacher. Wann ist die Grenze erreicht? Wann reisst Tims Geduldfaden?

The Wrong Missy ist einfach nur Mist: eine üble Aneinandereihung von Peinlichkeiten, die nicht lustig sind und die sehr flache Story nicht vorantreiben. Aber immerhin werden die Stars dafür (gut) bezahlt, konnten während des Drehs Hawaii geniessen und haben mal wieder von sich reden gemacht. Wenn wir Zuschauer das doch nur auch von uns sagen könnten...

Die Produktionsfirma Happy Madison ist in den Händen von Hollywoodstar Adam Sandler und produziert mehrheitlich tumbe Komödien, in denen Sandlers Kumpel die Hauptrolle übernehmen dürfen. So kriegen Kerle wie David Spade, Rob Schneider oder Nick Swardson immer wieder etwas zu tun und müssen nicht am Hungertuch nagen. Der letzte Schrei dieses Studios heisst The Wrong Missy, läuft exklusiv auf Netflix und ist eine Aneinanderreihung von Peinlichkeiten. Wobei diese für einmal nicht nur von Sandlers Buddys ausgehen.

David Spade ist ein typischer Nebendarsteller, der mit seinen TV-Serien gute Quoten einfährt, aber keine langen Filme tragen kann. In seiner Filmographie sticht höchstens Tommy Boy ein wenig heraus. In The Wrong Missy gibt er uns den fleissigen Angestellten, der auf eine Beförderung hofft. Diese wird aber von seiner weiblichen Begleitung in Frage gestellt. Auftritt Lauren Lapkus! Für sie gilt ähnliches wie für Spade, mit der Ausnahme, dass sie immerhin ein gutes Näschen hat für TV-Shows (Orange is the new Black) oder erfolgreiche Filme (Jurassic World). Leider kriegen wir in The Wrong Missy von ihrem Talent nichts zu sehen, denn es geht anscheinend ausschliesslich darum, die Schauspielerin in so peinlichen Situationen und Auftritten wie möglich in Szene zu setzen.

Wenn wir nun uns nun also The Wrong Missy anschauen und uns bereits nach den ersten paar Minuten ab dem Dargebotenen zu nerven beginnen, ist das kaum ein gutes Zeichen. Im Gegenteil: In Kombination mit den oben erwähnten Flachköppern erreicht selbst Lapkus einen Nervfaktor, der kaum zu überbieten ist. Und das zieht sich durch die ganzen 90 Minuten durch. Da helfen auch Gastauftritte von Vanilla Ice oder Hobbs and Shaw-Prügler und WWE-Wrestler Roman Reigns nicht.

/ muri