Die Wolf-Gäng (2020)

Die Wolf-Gäng (2020)

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  2. 97 Minuten

Filmkritik: Basierend auf dem Buch von Wolf-Gäng Hohlbein

Staubige Bettlektüre
Staubige Bettlektüre

Der junge Vampir Vlad (Aaron Kissiov) zieht mit seinem Vater (Rick Kavanian) nach Crailsfelden. Während der Vater ein Antiquitätengeschäft in der Kleinstadt eröffnen möchte, darf Sohnemann die prestigeträchtige Penner-Akademie für Fabelwesen besuchen. Hier gehen Geister, Hexen, Zauberer, Formwandler und viele andere Kinder mit magischen Fähigkeiten zur Schule. Als Vampir, dem bei Anblick von Blut übel wird, hat es Vlad natürlich nicht einfach. Schnell freundet er sich aber mit zwei weiteren Aussenseitern an: Die Fee Faye (Johanna Schraml) leidet an panischer Flugangst und Werwolf Wolf hat eine allergische Reaktion auf Tierhaare.

Er hörnt genau zu.
Er hörnt genau zu.

Als sie vom finsteren Plan des Dämonen Luzifer Wind bekommen, schliessen sie sich zusammen, um ihn zu verhindern. Der teuflische Bösewicht hat es auf den "Blutsplitter" abgesehen, einen rubinroten Kristall, den Vlad von seiner verstorbenen Mutter geerbt hat. Doch der Vampir-Teenager lässt sich nicht einschüchtern, denn mit einem Wolf und einer Fee an seiner Seite kann doch eigentlich nichts schiefgehen.

Vergleiche mit einem gewissen bebrillten Zauberschüler sind nicht zu vermeiden. Die Wolf-Gäng weist einige Parallelen zu J. K. Rowlings Erfolgsrezept auf, zieht im Direktvergleich aber eindeutig den Kürzeren. Die Fantasiewelt wirkt budgetbedingt seltsam klaustrophobisch und das Hauptfiguren-Trio hinkt den erwachsenen Darstellerinnen und Darstellern deutlich hinterher. Ein sympathischer Axel Stein und eine quirlig überdrehte Sonja Gerhardt haben sichtlich Spass an ihren Rollen, und Bösewicht Luzifer wird gegen Ende sogar richtig bedrohlich und dürfte so die ganz Kleinen ziemlich verängstigen.

/ ma