Vampires vs. the Bronx (2020)

Vampires vs. the Bronx (2020)

  1. ,
  2. 85 Minuten

Filmkritik: Boys, I'm watching you!

Netflix
Näää, wir googeln nur
Näää, wir googeln nur © Netflix

Miguel (Jaden Michael) und seine Kumpels wohnen in der Bronx, haben an jeder Ecke Freunde und fühlen sich in der Nachbarschaft pudelwohl. Am liebsten sind sie in der Bodega, einem kleinen Allerweltsladen, in dem sie praktisch aufgewachsen sind. Da dieser Laden nun von einer Immobilienfirma aufgekauft werden soll, wollen sie mittels «Block-Party» Geld sammeln. Nun aber fällt den Jungs auf, dass diese mysteriöse Firma immer mehr Häuser und Shops aufkauft und so das ganze Viertel einnehmen wird. Als dann Miguel eines Nachts sogar noch einen waschechten Vampir entdeckt, der eine arme Seele aussaugt, ist es um ihn geschehen - diese Bedrohung muss bekämpft werden!

You shall not pass!
You shall not pass! © Netflix

Erstmal schaut man Blade und macht sich über den Vampirismus schlau. Dann müssten auch noch Holzpflöcke, Weihwasser und Knoblauch her, damit man die tagsüber schlafenden Gestalten dann auch in Brand setzen kann. Doch diese haben natürlich längst durchschaut, dass ihnen eine Bande von Jugendlichen auf den Fersen ist und setzen zum Gegenschlag an. Vor allem die grosse Meisterin sieht durch die Kids ihren Plan bedroht, die Schar der Vampire zu vergrössern. In ihre Hände spielt zudem der Fakt, dass den Kids niemand glaubt, denn Vampire gibt es doch nicht. Oder?

Vampires vs. The Bronx ist ein flotter und gelungener Film, der die Mischung zwischen sympathischen Figuren, einer überwiegend spannenden Story und ein paar blutigen Momenten überraschend (?) gut hinkriegt. Gute Darsteller, gruseliges Ambiente und ein paar herrliche Witze sorgen zudem für wohlige Unterhaltung. Das macht den Film sicher nicht zum Klassiker, sorgt aber während knapp 90 Minuten für angenehme Unterhaltung. Fortsetzung? Ja gern!

Vampire sind gern gesehene Gäste in jeglicher Art von Filmen. Ob eher klassisch (Bram Stoker's Dracula), komisch (Dracula: Dead and Loving it) oder auch als Actionfilm (Vampires), die Blutsauger tauchen immer wieder regelmässig auf und dürften das auch weiterhin tun. Nun haben wir auf Netflix eine neue Produktion entdeckt, in welcher diese Nachtgestalten auf ein ganzes Wohnviertel treffen und von mutigen Jungs gejagt werden: Vampires vs. The Bronx.

Es ist eine flotte Actionkomödie geworden, die Regisseur Osmany Rodriguez geschaffen hat und darin gekonnt mit dem Vampirgrusel spielt. Diese bleichen Herrschaften tauchen, meist untermalt mit mysthischer Musik, im Dunkeln auf, schlagen brutal zu, werden dann aber doch von Kids übertölpelt. Hier hat Vampires vs. The Bronx seine Stärken, denn die Zusammenarbeit der Jungdarsteller ist flott und sehr sympathisch. Da nimmt man ihnen sogar die Cleverness ab, gegen Figuren anzugehen, die mehrere hundert Jahre alt sind.

Überhaupt, Vampires vs. The Bronx hat hervorragende und liebenswerte Figuren zu bieten. Sei es der Pfarrer, der die Jungs «im Auge behalten» will oder den Chef der Bodega, der als eine Art von Vaterfigur für die Jungs agiert. Dass man die Mütter der Kids dann aber etwas klischiert als schreiende und rumfuchtelnde Latinas darstellt, ist zwar unterhaltsam, aber doch etwas gar einfach gelöst.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. facebook
  5. Instagram
  6. Website