Truth Seekers (2020)

Truth Seekers (2020)

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  3. 30 Minuten

Filmkritik: Who you're gonna call?

Schnüffel Schnüffel
Schnüffel Schnüffel © Amazon Prime

Gus Roberts (Nick Frost) ist Techniker bei «Smyle», installiert Modems, löst Kabelprobleme und fräst so den ganzen Tag durch die Gegend und besucht seine Kunden. Nebenbei interessiert er sich für das Übersinnliche. Dies geht bei ihm so weit, dass er einen eigenen Youtube-Kanal eingerichtet hat, in dem er Unerklärbares aufzeigt und Geistern aller Art auf den Grund gehen will. Nun hat ihm sein Boss Dave (Simon Pegg) einen Kollegen an die Seite gestellt. Dieser, Elton John (!) (Samson Kayo), hat nicht nur einen auffälligen Namen, sondern anscheinend auch das Talent, immer wieder auf Geheimtüren und -Gänge zu stossen. Für Geisterjäger Gus ist das natürlich ein gefundenes Fressen.

Geisterjäger? Ja, mach ich!
Geisterjäger? Ja, mach ich! © Amazon Prime

Bei ihren Touren treffen Gus und Elton immer wieder auf Kunden, die neben kaputten Kabeln noch andere Geheimnisse mit sich tragen. Als dann auch noch die junge Astrid (Emma D'Arcy) auftaucht, die von gruseligen Geistern gejagt wird, ist die Kacke vollends am Dampfen und unsere Kollegen mittendrin im Unerklärbaren. Und als ob das nicht genug wäre, mischt sich auch Gus' Schwiegervater Richard (Malcolm McDowell) immer wieder in die Ermittlungen und Untersuchungen ein.

In knackigen Episoden präsentiert uns Truth Seekers eine witzige Geisterjäger-Geschichte, die vor allem von den Darstellern lebt. Die leider zu wenigen Szenen zwischen Nick Frost und Simon Pegg lassen der ganzen Sache noch viel Luft nach oben, während Altstar Malcolm McDowell mit seinen Auftritten regemässig die Show stehlen kann. Wer auf Kurrliges aus England steht, blöden Witzchen nicht abgeneigt ist und bei Geistererscheinungen nicht die Fassung verliert, dürfte hier eine Serie vorfinden, die wunderbar funktioniert. Weiter so!

Das Duo Nick Frost und Simon Pegg war schon für ein paar ganz tolle Projekte verantwortlich. Filme wie Shaun of the Dead und Hot Fuzz (Teile der «Cornetto»-Trilogie) haben schon einen gewissen Kultstatus, deshalb schauen wir immer etwas genauer hin, wenn einer der beiden mit neuem Material kommt. Wenn sich dann, wie jetzt in der Serie Truth Seekers, grad beide Kumpels vor die Kamera trauen, dann kann das ja nur gut werden. Auch wenn hier Simon Peggs Rolle in der ersten Staffel (noch) eher bescheiden ist.

Die mit jeweils 30 Minuten angesetzten acht Folgen sind knackig, witzig und mitunter auch unheimlich. Man will den Spagat zwischen Buddymovie und Geisterbahn schaffen und setzt in den ersten Episoden mehrheitlich auf Spass. Der kurrlige Nick Frost fungiert dabei als Hauptperson, dessen Charakter mit seinen immer zahlreicher werdenden Unterstützern wunderbar auskommt und eine Gruppe von Figuren schafft, denen man gern über die Schulter guckt. Dabei geht Simon Pegg etwas unter, wobei da noch nicht alles Pulver verschossen wurde. Dafür sind seine «Björn? Björn!»-Ausrufe schon witzig.

Wie meistens in solchen Serien unterhalten einige Episoden fast durchgehend, während andere ein bisschen mehr Mühe damit haben. Schön aber, dass sich die Geschehnisse durch die erste Staffel entwickeln, eine Art übergeordnete Story durchgezogen und mit einem kleinen Cliffhanger abgeschlossen wird. Bis dahin kriegen wir viele witzige Momente, einen sympathischen Hauptcharakter und ein paar nette «Aha»-Effekte geboten. Das passt wunderbar und macht aus Truth Seekers eine Snack-Show, die man sich ohne Probleme anschauen kann. Und eigentlich auch sollte...

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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