Takeover - Voll vertauscht (2020)

Takeover - Voll vertauscht (2020)

  1. 87 Minuten

Filmkritik: Das doppelte Lochis-chen

«Gib mir die Hand, ich bau' dir ein Schloss aus Sand ...»
«Gib mir die Hand, ich bau' dir ein Schloss aus Sand ...» © Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.

Der aus einfachen Verhältnissen kommende Danny (Roman Lochmann) und der reiche Ludwig (Heiko Lochmann) merken, dass sie genau gleich aussehen. Da sich beide eine Auszeit von ihrem Leben wünschen, beschliessen sie die Rollen zu tauschen: Während Danny nun im Luxus bei einem ständig beschäftigen Vater (Kai Wiesinger) lebt, geniesst Ludwig den Zusammenhalt in Dannys Familie, welche von Pflegemutter Anna (Alexandra Neldel) angeführt wird. Doch wie lange geht das gut? Denn Dannys kleine Schwester Lilly (Luna Marie Maxeiner) braucht nicht lange, um herauszufinden, dass mit ihrem Bruder etwas nicht stimmt.

Erich Kästners Roman «Das doppelte Lottchen» wurde schon unzählige Male verfilmt - hier kommt nun die nächste Fassung aus Deutschland. Zwar unter einem englischen Titel und wegen der heutigen Jugendsprache mit vielen englischen Wörtern, doch die Geschichte bleibt so vorhersehbar, wie ein solcher Stoff nun mal ist. Überraschungen sollten definitiv keine erwartet werden, auch weil die Macher ihre Geschichte kaum mit cleveren Ideen aufpeppen und wohl vor allem für die Fans der ehemaligen YouTuber «Die Lochis» gedreht haben. Diese werden hier wohl ihre Freude haben. Alle anderen werden sich eher langweilen und sich ab den unverhältnismässig vielen Product Placements aufregen.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

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