La Nuit des Rois (2020)

La Nuit des Rois (2020)

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  3. 93 Minuten

Filmkritik: Kennet dir das Gschichtli scho?

45th Toronto International Film Festival
Die Ferien des Monsieur Lavant.
Die Ferien des Monsieur Lavant. © Courtesy of TIFF

Ein junger Mann (Bakary Koné) landet in La MACA, dem grössten Gefängnis der Elfenbeinküste, wo der alte Blackbeard (Steve Tientcheu) das Sagen hat. Blackbeard bestimmt, dass der Neuling in der Nacht, in welcher der rote Mond am Himmel steht, eine Geschichte erzählen muss, welche bis zum Morgengrauen andauern soll. Sollte seine Erzählung vorher enden, wird er mit dem Tod bestraft. So beginnt der von allen fortan nur noch «Roman» genannte Mann, die angeblich wahre Geschichte des Gang-Leaders Zama King zu erzählen, in dessen Leben auch Magie eine wichtige Rolle gespielt hat.

Fehlende Kreativität kann man dem für die Elfenbeinküste ins Oscar-Rennen 2021 gehende Film nicht ankreiden. Die Geschichte um einen Mann, der für sein Überleben eine Geschichte erzählen muss, erinnert an Scheherazade aus «Tausendundeiner Nacht» und Regisseur Philippe Lacôte hat genügend interessante Einfälle parat, die dafür sorgen, dass der Zuschauer dranbleibt. Als Beispiel zu nennen sind die expressionistischen Tänze, welche die Häftlinge zum Besten geben. Wirklich Spannung will jedoch nicht aufkommen, da wir über den Geschichtenerzähler kaum etwas erfahren und die Story über Zama King nicht wirklich zu packen vermag.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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Trailer Französisch, mit deutschen Untertitel, 02:09