Narziss und Goldmund (2020)

Narziss und Goldmund (2020)

  1. 110 Minuten

Filmkritik: Daran glauben und dranglauben

«Arrrrr»
«Arrrrr» © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Im Kloster Mariabronn kreuzen sich die Wege des tiefreligiösen Narziss (Sabin Tambrea) und des ungestümen Goldmund (Jannis Niewöhner). Während die Jahre vergehen, entsteht eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Klosterschülern. Eines Nachts beschliesst Goldmund, auf die Suche nach seiner Mutter zu gehen. Es wird eine lange Suche, während der Goldmund auch die Kunst des Bildhauens erlernt. Indes treibt es Narziss, unter der Obhut des Abtes zu bleiben. Als sich die beiden Freunde nach Jahren wiedersehen, gibt Narziss seinem Freund den Auftrag, einen neuen Altar für das Kloster zu schnitzen.

Entwarnung: So steif wie sich die Geschichte anhört, wird sie zum Glück nicht vorgetragen. In beeindruckenden Sets folgen wir vor allem der Figur des Goldmund, der das Leben mit all seinen Freunden und Leiden voll auszukosten scheint. Das ist immer wieder schelmisch unterhaltsam. Der langweilige Narziss wird da (zum Glück) glatt zur Nebenfigur. Schade nur, dass der Film nicht chronologisch erzählt wird. Goldmund erzählt seine Geschichte seinem Freund und so wissen wir im Ungefähren, was in diesen dann gezeigten Rückblenden in etwa passieren wird. So fehlt dem Film letzten Endes dann auch die emotionale Kraft.

/ crs

Trailer Deutsch, 02:20