Justice League Dark: Apokolips War (2020)

Justice League Dark: Apokolips War (2020)

  1. 90 Minuten

Filmkritik: Die Abrechnung

Die Helden am Ende?
Die Helden am Ende? © Warner Home Video

Oberbösewicht Darkseid (Stimme von Tony Todd) hat bereits diverse Male probiert, die Erde zu erobern, musste sich bislang aber den Helden des Planeten geschlagen geben. Nun starten die Justice League, gemeinsam mit den Teen Titans und anderen Superhelden, einen Gegenschlag auf Darkseids Planeten Apokolips. Dieser jedoch hat seine Monster mit «Doomsday»-Power ausgestattet, schlägt den Angriff nieder, vernichtet die Helden und nimmt viele davon gefangen. Magier John Constantine (Stimme von Matt Ryan) verlässt der Mut in der grossen Schlacht. Er zieht sich schnell zurück und überlässt seine Kollegen ihrem Schicksal.

Constantine weiss weiter!
Constantine weiss weiter! © Warner Home Video

Jahre später ist die Erde der Vernichtung nah. Darkseid hat sie erobert und plant die finale Zerstörung. John Constantine schleicht sich in London von einem leeren Pub zum nächsten und wird von einem veränderten Superman (Stimme von Jerry O'Connell) kontaktiert. Zwar ohne Superkräfte, aber mit dem Willen, die Sache endgültig zu korrigieren und sich von seiner Schuld zu befreien, übernimmt Superman die Führung eines Gegenschlags, der ihn mit Hilfe von Constantines Magie (und der Geisterwelt) sowie der Unterstützung der übriggebliebenen Mitglieder der Suicide Squad, den Teen Titans und der Justice League in die direkte Konfrontation mit Darkseid führt. Doch auf Apokolips sind die gefangenen Helden Batman, Wonder Woman und Flash nur der Anfang einer Armee, die kaum zu bezwingen ist. Oder hat Westentaschenmagier Constantine doch noch ein Ass im Ärmel?

Justice League Dark: Apokolips War macht praktisch durchgehend Spass und schüttelt das DC-Universum mächtig durch. Bekannte Helden in hilfloser Not, Nebenfiguren mit starken Auftritten und Darkseid als neuer Herrscher sind frisch und fesseln die Zuschauer. Gegen Ende bieten die Macher dann noch einen schönen Twist, der hervorragend zur Story passt. Eine absolut gelungene Verfilmung - die Comicfans dürfen sich freuen.

Die Warner-Animationsstudios präsentieren in Zusammenarbeit mit DC-Comics in schöner Regelmässigkeit filmische Umsetzungen von interessanten und spannenden Storys. Über die Jahre hat sich schon eine ganze Menge von beeindruckenden Filmen angesammelt, zu denen sich nun das grosse Allstar-Actionabenteuer Justice League Dark: Apokolips War gesellt und alles aufbietet, was irgendeine Art von Superkraft hat und im DC-Universum daheim ist. Das ergibt ein herrliches Best-of in einer Schlacht, die schon fast Avengers: Endgame-Charakter hat. Aber nur fast.

Auch wenn man sich schlussendlich auf ein paar einzelne Charaktere konzentriert (Constantine, Kent, Raven), so kriegen wir ein buntes Allerlei von DC-Figuren geboten, die es so wohl noch nicht gegeben hat. Selbst Randfiguren wie King Shark («King Shark is a Shark»), Captain Boomerang, Hawkman oder der Martian Manhunter kriegen ihre Sequenzen und zeigen, dass sie dabei sind. Mit dem Bösewicht Darkseid hat man dazu einen Gegner, der ernstzu ehmen ist und die Helden reihenweise platt machen kann. Hier ist der Vergleich zu Marvels Thanos durchaus angebracht, auch wenn der DC-Baddie noch eine Spur brutaler vorgeht. Abgerissene Körperteile, gebrochene Genicke und viel Blut zeugen von seinen Taten.

Die Story von Justice League Dark: Apokolips War zieht ihre Stärke nicht nur aus der Vielzahl von auftretenden Figuren und Fraktionen, sondern auch daraus, dass die böse Seite für einmal richtig stark und beherrschend dargestellt wird. Bösewicht Darkseid mit seinen modifizierten Monstern ist mehr als eine Bedrohung, und auch wenn natürlich der Ausgang des Ganzen erwartet werden darf, ist der Weg dorthin mühsam und interessant.

Charaktermässig ist die Darstellung von John Constantine ein Highlight. Mit typisch-englischer Schnauze agierend, ist der Kerl mit seiner schnöden Einstellung ein schöner Gegenpol zu den bekannten Helden. Aber auch das Swamp Thing (leider nur kurz dabei) oder Figuren wie King Shark bleiben in Erinnerung. Und dass Constantine mal was mit dem Shark hatte - haaaahaaa! Herrlich!

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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