Jiu Jitsu (2020)

Jiu Jitsu (2020)

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  2. 102 Minuten

Filmkritik: Predator meets Power Ranger

«Put the bunny in the box!»
«Put the bunny in the box!» © The Avenue Entertainment

Ein Alien kommt durch einen mysteriösen Tunnel alle sechs Jahre auf die Erde und bittet zum Kampf. Ein Mensch soll ihm einen Fight liefern, durch den Ehre und Kraft demonstriert wird. Ist dieses Duell von guter Qualität und gewinnt der Ausserirdische die Auseinandersetzung, verschwindet er wieder und lässt die Welt in Ruhe. Bislang hat das wunderbar geklappt, nun aber gibt es ein Problem: Der menschliche Gegner, Jake (Alain Moussi), flüchtet vor der Konfrontation, stürzt eine Klippe hinab und verliert sein Gedächtnis. Wer soll sich jetzt dem Alien in den Weg stellen?

Frisch vom Coiffeur
Frisch vom Coiffeur © The Avenue Entertainment

Jake wird von einem alten Lehrer (Nicholas Cage) aufgepäppelt und zurück auf den richtigen Weg gebracht, währenddem dessen Kollegen (u. a. Kampfmaschine Tony Jaa und Frank Grillo) versuchen, dem Alien Paroli zu bieten. Doch dieses lässt sich auch von einer Überzahl von Gegnern nicht aus dem Konzept bringen, kann sich behaupten und wird erst dann von seiner Mission ablassen, wenn sich Jake ihm gegenüberstellt. Doch ob dieser überhaupt nochmal die Kraft und Stärke findet, sich dieser Aufgabe zu stellen? Ist die Menschheit verloren?

Bei Jiu-Jitsu haben die Macher entweder ganz genau auf die Konkurrenz geschaut oder sie möchten die Kollegen ehren, indem sie grosse Teile davon in einen eigenen Film verwursten. Daraus entstand ein etwas kurrliger Film, der ganz nette Fight-Szenen bietet, aber storytechnisch keine grossen Stricke zerreisst. Aber mit der Aussicht auf Nicolas Cage in einer grösseren Nebenrolle als Kampfsportmeister kann man schon mal einen Blick auf den Film riskieren.

Es gibt ja nicht viele Arten von Filmen, für die sich Nicolas Cage nicht vor die Kamera wagt. In einem waschechten Martial-Arts-Prügelding haben wir ihn aber noch nicht gesehen. Und somit hat Jiu-Jitsu bereits einen Aufhänger, mit dem sich die plumpe Story vermarkten lässt. Jetzt noch ein Power Rangers/Predator-Alien ausgepackt und die grosse Prügelei kann beginnen!

Natürlich wird bereits in den ersten Minuten der Ton für den Restfilm gesetzt. Man orakelt ob der Zukunft, die Prophezeiung wird diskutiert und die Figuren kurz und knackig vorgestellt. Die ersten Prügeleien stehen an und spätestens als in den Ego-Modus geschaltet wird und wir Zeuge werden, wie kurzerhand ein Batallion von Soldaten fertiggemacht wird, sind wir mittendrin in diesem kuriosen, aber eben auch witzigen Abenteuer.

Nicolas Cage darf natürlich auch ein paar Martial-Arts-Moves zeigen und wird entsprechend «cool» in Szene gesetzt. Gleiches gilt für Tony Jaa (Ong-Bak), der eigentlich mit seinen Fähigkeiten viel bekannter und berühmter sein sollte. Hauptdarsteller Alain Moussi (Kickboxer: Vengeance) ist in solchen Kampffilmen natürlich optimal aufgehoben: Nicht viel plaudern, sondern immer feste draufhauen. Und das macht er in überzeugender Manier.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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