Get the Hell Out (2020)

Get the Hell Out (2020)

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  2. 100 Minuten

Filmkritik: Taiwans Antwort auf «Kartoffelsalat»

45th Toronto International Film Festival
Ein völlig normales Bild aus dem Parlament von Taiwan.
Ein völlig normales Bild aus dem Parlament von Taiwan. © Courtesy of TIFF

Die knallharte Politikern Hsiung (Megan Lai) wird aus dem Amt geworfen, nachdem sie ihre Kampfkünste ihrem korrupten und sexistischen Rivalen demonstriert hat. Sie heuert daraufhin den schmächtigen Wachmann Wang (Bruce Ho) an, der zukünftig für Hsiung im Parlament mitmischen soll. Der Plan gelingt, doch dann bricht im Parlament ein Virus aus, welches fast alle Politiker in blutrünstige Zombies verwandelt. Es beginnt ein völlig verrückter Kampf ums Überleben, bei dem sich Hsiungs Martial-Arts-Kenntnisse als nützlich erweisen und auch Wang über sich hinauswächst.

Dass im taiwanesischen Parlament nicht nur mit Worten, sondern auch mal mit Fäusten ausgeteilt wird, ist sehr gut auf YouTube dokumentiert. Die Idee, einen Zombiefilm in diesem Setting spielen zu lassen, klingt deshalb schon mal sehr interessant. Nur ist Get the Hell Out ein ziemlich nervtötender Film, da ständig herumgeschrien wird und mit der Kamera alle möglichen Spielereien ausprobiert werden. Nichts gegen laute Filme mit vielen visuellen Einfällen (hello, Scott Pilgrim), aber dieser hier ist wegen der durchgehenden lauten Beschallung irgendwann nur noch ermüdend. Immerhin wissen wir jetzt, wie die taiwanesische Antwort auf Kartoffelsalat aussieht.

Chris Schelb [crs]

Chris arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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