Emma. (2020)

Emma. (2020)

  1. ,
  2. 125 Minuten

Filmkritik: Clueless Emma

"As If!"
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England, Anfang des 19. Jahrhunderts: Die junge, kluge und schöne Emma Woodhouse (Anya Taylor-Joy) lebt bei ihrem reichen Vater (Bill Nighy) in gutem Hause und verbringt ihre Zeit hauptsächlich damit, andere zu verkuppeln. Vor allem ihre Freundin Harriet (Mia Goth) soll schon bald einen Mann an ihrer Seite haben. Doch Emmas Intrigen laufen schief. Die ausgesuchten Liebhaber beissen nicht an und in einem Fall verliebt sich einer sogar noch in Emma. Bei all ihren Verkupplungsversuchen scheint Emma dabei immer mehr ihr eigenes Bedürfnis nach Liebe aus den Augen zu verlieren.

Emma. ist eine Literaturverfilmung, wie sie im Buche steht (haha!) - und genau das ist das Problem. Anstatt aus dem Stoff etwas Aufregendes zu machen, ist dies hier mit wenigen Ausnahmen wieder eine steife Inszenierung eines bekannten Stoffes, in dem sich Frauen und Herren in noch steifere Roben quetschen. Der Humor und die Darsteller (allen voran Bill Nighy als Woodhouse) wissen zu gefallen und die Laufzeit von 125 Minuten geht auch nicht so schleppend vorüber. Doch der Unterhaltungswert bleibt des Öfteren auf der Strecke. Gegen Clueless, welcher auf dem gleichen Jane-Austen-Roman basiert, hat diese Emma keine Chance.

/ crs