Domangchin yeoja (2020)

Domangchin yeoja (2020)

Filmkritik: Blablablabla

70. Internationale Filmfestspiele Berlin 2020
«Oh, so schön. Noch einer zum Reden.»
«Oh, so schön. Noch einer zum Reden.» © Jeonwonsa Film Co. Production

Der Ehemann von Gam-hee (Kim Min-hee) hat das Gefühl, dass er jede freie Minute mit seinem Schatz verbringen muss. «Wenn man sich liebt, verbringt man die Zeit miteinander», so die Sichtweise des Gatten. Aus diesem Grund hat Gam-hee schon länger keine ihrer Freundinnen mehr gesehen. Als ihr Mann auf Geschäftsreise geht, nutzt sie ihre Chance und besucht zwei enge Freundinnen (Seo Young-hwa & Song Seon-mi) und redet mit ihnen über deren Leben und ihre Männer. Zudem trifft Gam-hee noch eine weitere Freundin (Sae-Byuk Kim) bei einem spontanen Besuch in einem Kino.

Der koreanische Regisseur Hong Sang-soo lässt in seinen Filmen gerne die Charaktere über Banales und Alltägliches quatschen. Man kann dabei Verschiedenes hineininterpretieren wie über die Dinge, die eben nicht ausgesprochen werden. Doch der episodenhafte The Woman Who Ran gibt den Zuschauern nicht viele Argumente, diese Interpretationsarbeit auf sich zu nehmen. Die Gespräche sind wenig spannend und eigentlich nur in einer Situation dank einer Katze unterhaltsam und lustig. Entspanntes und gemächliches Kino nennt man das wohl. Wir finden es trotz einer Lauflänge von gerade einmal 77 Minuten eher langweilig.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Er liebt die Filme von Christopher Nolan, die Festivals in Cannes und Toronto und kann nicht wirklich viel mit Jean-Luc Godard anfangen, was aber wohl auf Gegenseitigkeit beruht. Gewinner des Filmpodium-Filmbuff-Quiz 2019.

  1. Artikel
  2. Profil
  3. E-Mail
  4. Twitter
  5. Letterboxd