Deep Blue Sea 3 (2020)

Deep Blue Sea 3 (2020)

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  2. 99 Minuten

Filmkritik: It's a Seamageddon!

Flossen hoch!
Flossen hoch! © Warner Home Video

Dr. Emma Collins (Tania Raymonde) ist eine junge Wissenschaftlerin, welche den Effekt der Klimaerwärmung auf das Leben der Meerestiere untersuchen will. Mitsamt ihrer Crew hat sie sich auf der künstlichen Insel Little Happy eingerichtet, berichtet via Kamera von den täglichen Tauchgängen und lässt ihre Arbeiten durch einen Computer überwachen. Man will ja nicht irgendwo von einem Haifisch erschreckt werden, oder? Eines Tages bekommt die Crew Besuch von Richard Lowell (Nathaniel Buzolic), der vordergründig Haifische beobachten will, aber etwas ganz anderes im Sinn hat.

Heisse Nacht gehabt?
Heisse Nacht gehabt? © Warner Home Video

Vor ein paar Jahren wurden nämlich von einem genetisch verbesserten Superhai drei Sprösslinge in die Welt gesetzt. Diese Kerle will Richard mit seinem Team nun dingfest machen, denn die Fische sind nicht nur unheimlich wertvoll, sondern könnten auch Daten für die Wissenschaft liefern. Nach den ersten Diskussionen über Sinn und Unsinn solcher Arbeiten taucht das hungrige Trio dann auch prompt auf und beginnt, Little Happy und deren temporären Bewohner zu terrorisieren. Wer ins Wasser geht, hat ausgelacht, und selbst für das Ökosystem sind diese drei intelligenten Viecher nicht förderlich. Wer wird am Ende den längeren Atem haben: Mensch oder Tier?

Deep Blue Sea 3 ist eine solide Produktion, die nicht überrascht, aber das Gore-Level etwas anzuziehen vermag. Kein Vergleich zum Orignal, aber in etwa so gut (oder dürftig) wie das Sequel. In der Hoffnung, dass man die Killerhaie nun ruhen lässt, ist dieser Abschluss für die Fans der Reihe sicherlich anschaubar. Die handverlesenen Querverweise auf die anderen Filme sind dabei eine löbliche Sache.

1999 bekamen wir mit Deep Blue Sea einen Haifisch-Grusler vorgesetzt, der nicht nur spannend, sondern sogar richtig gut umgesetzt war. Auch heute noch ist dieser «Oldie» einen Blick wert! Bis zum Sequel, Deep Blue Sea 2 hat's dann ein paar Jahre gedauert, und rausgekommen ist ein Direct-to-Video-Thriller, der dem Franchise nicht wirklich weitergeholfen hat. Mit dem dritten Teil, Deep Blue Sea 3 setzt man dem Ganzen nun noch einen obendrauf, verpasst es aber nochmals, dem Original auch nur annähernd gerecht zu werden.

So wird uns einmal mehr eine Gruppe junger Wissenschaftler mit guten Absichten präsentiert, die in eine tödliche Lage gebracht werden. Während die ersten Minuten noch von guter Stimmung und schönen Bildern dominiert werden, ändert sich das Bild mit dem Auftauchen der Besucher, die selbstverständlich nichts Gutes im Sinn haben. Deep Blue Sea 3 ändert dann seine Gangart und bietet schlussendlich den üblichen Hai-Grusel, der für einmal mit ein paar unappetitlichen Szenen angereichert wurde. Tja, wenn die Story nichts taugt, dann hauen wir eben abgebissene Arme und Oberkörper ins Skript. Immerhin...

Dass der Haifisch einmal mehr als mordlüsternde Maschine herhalten muss, auch wenn die Täter genetisch aufgebessert wurden, war zu erwarten. Leider schaffen es die Macher aber auch beim dritten Teil der Reihe nicht, den menschlichen Protagonisten die Tiefe zu verleihen, die es braucht, damit die Zuschauer auch mal mitfiebern können. So bleiben uns höchstens die Haiangriffe, die spektakulär und hautnah in Szene gesetzt werden und den Fischen wenigstens die Aufmerskamkeit schenken, die sie verdienen. Wenn auch leider als klischierte Killermaschinen, aber das war ja der Urvater (Jaws) irgendwie auch schon.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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