Bloodshot (2020)

Bloodshot (2020)

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  3. 109 Minuten

Filmkritik: The Invincible Man

Vor CGI
Vor CGI © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Der Soldat Ray Garrison (Vin Diesel) ist Teil eines US-Spezialeinsatzteams. Wobei, das mit dem Team ist so eine Sache: Ray löst auch mal komplizierte Geiselnahmesituationen ganz alleine. Nach einer weiteren erfolgreichen Mission freut sich Ray auf ein paar ruhigere Tage mit seiner Frau Gina (Talulah Riley). Doch es kommt anders. Nach einer gemeinsamen Nacht wird das Paar von Schergen des Psychopathen Axe (Toby Kebell) entführt und wenig später getötet. Für Ray ist dies aber noch nicht das Ende.

Nach CGI
Nach CGI © Sony Pictures Releasing Switzerland GmbH

Er wacht ohne Erinnerungen im Labor der RST Corporation auf, wo ihm der Forschungsleiter Dr. Emil Harting (Guy Pearce) mitteilt, dass Ray mit Hilfe von Naniten - Milliarden von winzig kleinen Robotern - in seinem Körper ein neues Leben gegeben wurde. Ray ist fortan mit mächtigen Kräften ausgestattet, mit denen er sogar massive Säulen ohne Probleme zerbröseln kann. Als bei Ray eines Nachts die Erinnerungen zurückkommen, macht er sich auf, Axe zur Strecke zu bringen.

Fans von Vin Diesel und B-Actionfilmen kommen bei der Comicverfilmung Bloodshot definitiv auf ihre Kosten. Die Story ist mit einem zügigen Erzähltempo vorgetragen, die Action weiss mit Ausnahme des grossen Finales grösstenteils zu gefallen. Wer Filme wie Elysium oder Alita: Battle Angel mochte, kommt hier auf seine/ihre Kosten.

In dieser Comicverfilmung spielt Vin Diesel einen unzerstörbaren Mann, welcher den Mörder seiner Frau jagt. Nach The Invisible Man kommt hier also «The Invincible Man». Das klingt jetzt nicht gerade sonderlich spannend. Wer ist schon im Stande, einen solchen Herrn aufzuhalten?! Doch die Sache ist eben doch nicht so einfach, wie sie scheint - und der Film ist es auf eine positive Art und Weise zum Glück auch nicht.

Den Preis für das schlauste Drehbuch wird Bloodshot aber trotzdem nicht gewinnen. Die Drehbuchautoren Jeff Wadlow (Fantasy Island) und Eric Heisserer (Arrival) scheinen das auch zu wissen und haben vor allem in der ersten Hälfte ihren Spass mit dem B-Movie-Plot, in dem Toby Kebbell einen völlig überzeichneten Bösewicht gibt, der zum Talking-Heads-Hit «Psycho Killer» ein kleines Tänzchen aufführt. «Er ist voll psycho, habt ihr es in der letzten Reihe auch verstanden?!» Diese Elemente sind jedoch ganz bewusst over-the-top und man sollte wegen diesen Elementen als Zuschauer nicht gleich die ganze Übung abbrechen. Es ergibt alles einen Sinn.

Der Film setzt von der ersten Minute an auf Action und hält das schnelle Erzähltempo eigentlich bis zum Ende sehr gut durch. In einigen Sequenzen wurden die Zweikämpfe jedoch etwas zu sehr verschnitten, sodass es schwierig ist, der Choreographie zu folgen - falls es überhaupt eine solche gegeben hat. Immerhin sind diese Szenen visuell aufregend gestaltet. Vor allem eine Ballerei in einem Tunnel wirkt aufgrund eingesetzten Rotlichtes sehr stylisch. Vin Diesel ist da natürlich mittendrin statt nur dabei und gibt dabei wieder einmal einen seiner Vin-Diesel-Figuren und macht dies logischerweise ganz ordentlich. Seine Performance erfüllt ihren Zweck.

Dass Bloodshot jedoch mit einem vergleichsweise günstigen Budget von 42 Millionen Dollar produziert wurde, merkt man dem Film besonders im grossen Finale überdeutlich an. Für dieses wurden nicht nur Umgebungen, sondern auch gleich die Schauspieler animiert, die dann seltsam leicht wirken und von der Qualität her eher an mässige Videogames erinnern. Hier verzieht man als Fan von handgemachten Actionfilmen schon einige Male das Gesicht. Ttrotzdem ist Bloodshot ein gefälliger B-Actionfilm - nicht mehr und nicht weniger.

/ crs

Kommentare Total: 2

th

nein danke! der trailer hat schon alle wichtigen polttwists verraten, der verbleibende rest vermochte denn auch nicht mehr zu überzeugen. vin diesel in seiner stereotypischen filmrolle.

crs

Filmkritik: The Invincible Man

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