Black Water: Abyss (2020)

Black Water: Abyss (2020)

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  3. 98 Minuten

Filmkritik: Beisserchen geschliffen?

Helles Kerlchen?
Helles Kerlchen? © Leonine Distribution

Australien ist ein cooles Land, die Natur gewaltig und die unentdeckten Höhlen tödlich. Das kümmert die Gruppe rund um Jennifer (Jessica McNamee) und Yolanda (Amali Golden) aber wenig, denn diese jungen Menschen wollen Abenteuer erleben! Da trifft es sich gut, dass einer von ihnen eine abgelegene Höhle kennt, die unerforscht sei und deshalb genau den Nervenkitzel bietet, den die Gruppe sucht. Also montieren sich die Entdeckungsfreudigen Stirnlampen und Rucksäcke und seilen sich ins schwarze Ungewisse ab.

Romantik geht anders!
Romantik geht anders! © Leonine Distribution

Bald schon erreichen sie einen unterirdischen See - und freuen sich erst einmal darüber. Diesen Anblick haben schliesslich noch nicht viele Menschen genossen! Bald aber wird aus der Freude grösste Panik, denn an der Erdoberfläche beginnt es zu regnen, worauf das Wasser in die Höhle fliesst, was den Wasserspiegel bedrohlich ansteigen lässt. Die Ausgänge sind zu, Schrecken macht sich breit. Und dann ist da noch das hungrige Krokodil, das im Wasser wartet und keineswegs darüber erfreut ist, dass sich Menschen in seinem Wohnzimmer aufhalten. Das ist der Beginn eines Kampfes, den nicht jedermann überlebt.

Black Water: Abyss hat eine wohlbekannte, aber dennoch interessante Ausgangslage. Daraus macht der Regisseur leider eine Laberstunde in einer Höhle, wo wir doch viel lieber fiese Attacken des Krokodils gesehen hätten. Die kommen zwar, aber leider viel zu selten. Spannung blitzt nur in den besten Momenten auf, ansonsten bleiben wir ruhig und entspannt. Für einen Horror-Thriller sicherlich kein Gütesiegel.

2007 kam mit Black Water ein Film zu uns, der uns eine Gruppe Menschen im Überlebenskampf mit australischen Krokodilen zeigte. Regisseur Andrew Traucki hat nicht nur Black Water zu verantworten, sondern zeigte 2010 mit The Reef, dass er neben Kroks auch Haifische in Szene setzen kann. Zurück zu seinen Wurzeln geht er nun mit Black Water: Abyss, in dem er wieder auf die Krokodile setzt, die er aber, mangels Budget, nur sporadisch in Szene zu setzen vermag.

Wie schon in seinem Vorgänger machen sich auch Black Water: Abyss gesichtslose und uninteressante Charaktere auf, sich als Abenteurer zu versuchen, woran sie natürlich kläglich scheitern. Bald schon sind wir in der dunklen Höhle, im undurchsichtigen Wasser und mitten im Wohnzimmer des hungrigen Krokodils, das auch bald das erste Mal auftritt. Leider bleibt es bei nur einer Handvoll Kroko-Attacken, was den Film seiner grossen Stärke beraubt und somit den Fokus auf die Problemchen der Menschen setzt. Und da die einiges zu besprechen haben (Betrug, Schwangerschaft) entwickelt sich der erwartete Horrorthriller zur Plauderstunde im Halbdunkeln.

Nebst der Story, die erst in den letzten zwanzig Minuten einen Gang höher schalten kann, bleiben die Darsteller allesamt blass und uninteressant. Regisseur Traucki versucht, in den letzten Minuten mit einer kleinen Überraschung zusätzliche Spannung zu entwickeln - das nimmt ihm aber zu diesem Zeitpunkt niemand mehr ab.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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