Bandar Band (2020)

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  2. 75 Minuten

Filmkritik: Land unter!

45th Toronto International Film Festival
Achtung, Aquaplaning!
Achtung, Aquaplaning! © Courtesy of TIFF

Navid (Reza Koolghani), Amir (Amir Hossein Taheri) und die hochschwangere Mahla (Mahdieh Mousavi) bilden die Musikgruppe «Bandar Band», die mit einem kleinen Van zu einem Gesangswettbewerb Richtung Teheran unterwegs ist. Die Stimmung unter den dreien ist gut, auch wenn sie wegen Überflutungen vor kurzem alles in ihrem Heimatort verloren haben. Das viele Wasser kann auch auf ihrem Weg nach Teheran nicht ignoriert werden - ganze Strassenabschnitte können nicht befahren werden und mehrere Brücken wurden zerstört. Werden sie es rechtzeitig nach Teheran schaffen?

Filme, in denen in einer vorgegebenen Zeit ein Ziel erreicht werden muss, blenden gerne die verbleibenden Stunden und Minuten ein oder lassen dies die Protagonisten aussprechen. Nicht so Bandar Band. Die Musiker musizieren lieber im Van und lassen sich selten durch den Zeitdruck oder die Hindernisse irritieren. Das ist Absicht. Denn Regisseurin Manijeh Hekmat geht es darum, ein Porträt der optimistischen Jugend Irans zu zeigen, deren Hoffnungen und Träume unüberwindbar scheinenden Hindernissen entgegenstehen. Dank guter Musik und dem sympathischen Hauptdarsteller-Trio ist dies trotz ein paar Längen sehenswert.

Christoph Schelb [crs]

Christoph arbeitet seit 2008 für OutNow und leitet die Redaktion seit 2011. Seit er als Kind in einen Kessel voller Videokassetten gefallen ist, schaut er sich mit viel Begeisterung alles Mögliche an, wobei es ihm die Filmfestivals in Cannes und Toronto besonders angetan haben.

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