We Summon the Darkness (2019)

We Summon the Darkness (2019)

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  3. 91 Minuten

Filmkritik: Slashen im Namen des Herrn!

Was isch denn da los?
Was isch denn da los? © Splendid Film

Ende der Achtzigerjahre ist Heavy-Metal-Musik total angesagt und die vorwiegend jungen Leute pilgern an die verschiedenen Konzerte. So auch die Freundinnen Alexis (Alexandra Daddario), Beverly (Amy Forsyth) und Val (Maddie Hasson), die am grossen Konzert auf eine Gruppe junger Männer stossen und, nach ein paar Bier, die Show mit ihnen geniessen. Natürlich will man sich danach nicht grad trennen, sondern irgendwo weiterfeiern, weshalb Alexis die ganze Gruppe zum Haus ihres Vaters einlädt, des Predigers John Henry Butler (Johnny Knoxville).

So geht man an die Gurgel!
So geht man an die Gurgel! © Splendid Film

Gleichzeitig zu der grossen Konzerttour und der musikalischen Freiheit der jungen Menschen ereignet sich in der Gegend eine Serie von Ritualmorden, die durch die Medien getragen wird und bereits 18 Todesopfer gefordert hat. Das ist aber aktuell der feuchtfröhlichen Gruppe total egal, denn zwischen Bier und Gesprächen über Rockmusik deutet viele darauf hin, dass heute Nacht noch was besonderes passieren wird. Das geschieht dann auch, aber nicht ganz so, wie man es sich vorgestellt hat. Denn als die Masken fallen und die ersten Blutfontänen spritzen, ist klar, dass diese Nacht nicht für jedermann glücklich enden wird.

We summon the Darkness verspricht nach einem gelungenen Anfang eigentlich recht viel, liefert dann aber leider praktisch gar nichts, nachdem der grosse Twist (ist es überhaupt einer?) zu früh aufgelöst wird und die Positionen bezogen werden. Die Jagden durch die verschiedenen Zimmer des grossen Hauses sind uninteressant, die Story wird ohne Pfupf erzählt, und am Ende hätte man lieber noch ein bisschen länger den Mädels beim Quatschen über Rockmusik zugehört.

Alexandra Daddario ist eine junge und aufstrebende Schauspielerin, die bereits in Filmen wie Baywatch und San Andreas (beide an der Seite von Dwayne Johnson) Hollywoodluft geschnuppert hat und nun immer mehr Produktionen mit ihrem eigenen Namen als Hauptdarstellerin unter die Leute bringt. Einer dieser Filme ist We summon the Darkness von Marc Meyers (My Friend Dahmer).

Es handelt sich dabei um einen weiteren Film, der in den (späten) Achtzigern spielt und den damaligen Lebensrhythmus kurz aufzeigt: viel Bier, harte Rockmusik, hochtoupierte Haare und überschminkte Mädchen. Vor diesem Hintergrund wird uns nun ein Thriller geboten, der leider nur sehr selten richtig auf Touren kommt. Er kann dabei noch nicht mal vom grossen Twist profitieren, den die Macher nach etwa einem Drittel der Filmdauer präsentieren.

Nach anfänglichem Feelgood und der viel zu frühen Auflösung der Story entpuppt sich We summon the Darkness als unspektakuläre Hetzjagd durch ein grosses Haus, die geraden Vorgaben folgt und jegliche Art von Überraschung vermissen lässt. Dabei hätte die Story noch die eine oder andere Kurve vertragen können.

Darstellerisch wird leider keine grosse Klasse geboten, sondern man beschränkt sich auf das übliche Rennen, Schreien und Dialog-Aufsagen. Daddario macht dabei zwar noch die beste Figur und bekommt wenigstens ein bisschen Charakterhintergrund geliefert, während ihre Kollegen (männlich und weiblich) blass und uninteressant bleiben. Auch Jackass-Veteran Johnny Knoxville bleibt bei seinem (Kurz-)Auftritt als Predigerpapi blass und bietet höchstens einen klitzekleinen «Ah, lueg mal»-Effekt.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag (fast) alles von Disney, Animation im Allgemeinen und Monsterfilme. Dazu liebt er Abenteuer aus fremden Welten, Sternenkriege und sogar intelligentes Kino. Nur bei Rom-Coms fängt er zu ächzen an. Wobei, im IMAX guckt er auch die!

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