Vanamehe film (2019)

Vanamehe film (2019)

  1. ,
  2. 88 Minuten

Filmkritik: Cowrismäki

18. Internationales Festival für Animationsfilm Fantoche 2020
Milky Chainsaw Massacre
Milky Chainsaw Massacre © Mikk Mägi, Oskar Lehemaa

Drei Kinder, die in der Stadt leben und nur Augen für ihr Smartphone haben, werden von ihren Eltern für die Sommerferien beim Grossvater untergebracht. Dieser wohnt auf dem Land, wo die Leute regelrecht süchtig nach Kuhmilch sind. Als die sichtlich gequälte Kuh eines Tages spurlos verschwindet, fürchtet der Opa nicht nur um seine Existenz, sondern auch um die Folgen einer ungemolkenen Kuh.

Diese kennt der alte Milchmann, der wortwörtlich Milch für seine Kuh schwitze. Diese brach damals ebenfalls aus und explodierte, woraufhin er verurteilt wurde und keiner Kuh mehr nahe kommen darf. Seither hält er Kühe für eine Gefahr, weshalb auch er nach der ausgebüxten Kuh sucht, um sie zu erlegen und das Kuhübel ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen.

Der estnische Stop-Motion-Film Vanamehe film (zu Deutsch «Alter-Mann-Film») setzt voll auf die Schiene «absurd», was zu Beginn gut gelingt. Doch nach einer halben Stunde ist der Gag gesehen, der Humor entgleist wortwörtlich ins Fäkale und die Witze beginnen sich zu wiederholen. Das einzigartige Character Design hingegen überzeugt, vor allem der alte, scheussliche Milchmann. Die Stop-Motion-Animationen sind liebevoll gemacht, die Figuren sehen absichtlich von Hand gemacht und etwas amateurhaft aus, was dem Ganzen einen eigenen Charme verleiht. Letztendlich hätte dieser Film als Kurzfilm aber wohl besser funktioniert.

Nicolas Nater [nna]

Nicolas schreibt seit 2013 für OutNow. Er moderiert seit 2017 zusammen mit Marco Albini den OutCast. Ausser für Geisterbahn-Horrorfilme, überlange Dramen und Souls-Games ist er filmisch wie spielerisch für ziemlich alles zu haben. Ihm wird aber regelmässig vorgeworfen, er hätte nichts gesehen.

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