UglyDolls (2019)

UglyDolls (2019)

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Filmkritik: Sing mit uns!

«Essenschlacht!»
«Essenschlacht!»

Die Ausgangslage ist ganz einfach. Die schönen Puppen werden ausgewählt, um einem Menschenkind Freude zu bereiten. Diejenigen Figuren, die bei der Produktion Schaden erlitten haben, werden aussortiert und nach Uglyville verfrachtet. Dort lebt auch Moxy (Stimme: Kelly Clarkson), die sich zwar unter ihresgleichen wohl fühlt, aber noch immer davon träumt, ihrer urtümlichen Bestimmung zu folgen: Einem Menschen Freude zu bereiten. Eines Tages macht sie sich auf, um ihren Traum zu erfüllen. Begleitet wird sie dabei von Ugly Dog, dem grossen Babo und der skeptischen Wage (Stimmen: Pitbull, Gabriel Iglesias und Wanda Sykes).

«Da gehts runter!»
«Da gehts runter!»

Als die Gruppe die andere Seite, «The Institute of Perfection», erreicht, werden sie von Lou (Stimme: Nick Jonas) begrüsst, der sie zwar nicht wirklich leiden kann, aber dennoch akzeptiert. Die hässlichen Dinger versuchen, die Prüfungen zu überstehen, die für einen Transport in die richtige Welt nötig sind. Bald stellt sich heraus, dass Lou ein falsches Spiel spielt, Spione unter den «Ugly Dolls» platziert hat und die Träume der neuen Besucher zerstören will. Wird Moxy ihren grossen Traum nun aufgeben?

UglyDolls ist leider kein grosser Wurf geworden. Die Komödie entpuppt sich als zähes und harmloses Animationsabenteuer, das nichts bietet, was überrascht oder erstaunt. Die Songs bleiben kaum im Ohr; immerhin punktet der Film mit einer sauber umgesetzten Animation. Doch es wäre schön gewesen, die Macher hätten sich etwas mehr zugetraut.

UglyDolls basiert auf den gleichnamigen Plüschfiguren, die schon seit Jahren in vielen Spielzeugläden zu finden sind. Nachdem der Film weltweit fast 30 Millionen Dollar einspielte, wird die Franchise nun ausgeweitet. Nebst neuen Spielfiguren ist auch eine TV-Serie in Planung. Ein Filmsequel dürfte ebenfalls bald einmal angekündigt werden. Dass dann wieder Robert Rodriguez für die Story verantwortlich sein wird, ist zu bezweifeln.

Denn in diesem Film verläuft die Story ungewöhnlich linear; auf grosse Überraschungen wird verzichtet. Optimal platziert sind dafür die Heldenfiguren in einem witzigen Umfeld, in dem viel gesungen wird. Heraus sticht dabei Kelly Clarkson, welche den Hauptcharakter spricht. Auch Pitbull oder Nick Jonas dürfen sich in den Songs etwas austoben. Das hemmt die Story zwar jeweils ungemein und diese ewigen Singsang-Unterbrechungen sind nervig, auch wenn man weiss, dass hier geträllert wird.

Etwas enttäuschend ist der Humor, welcher kaum zum Zug kommt. Mit Komikern wie Wanda Sykes und Gabriel Iglesias hätte man zwar gute Materiallieferanten im Cast, lässt ihnen - trotz den paar Sprüchen zwischendurch - wenig Spielraum. Am Ende bleibt UglyDolls ein Filmchen ohne Ecken und Kanten, das vornehmlich für ein jüngeres Publikum konzipiert ist. Bei einem Abenteuer mit hässlichen Puppen ist das schon etwas überraschend. Aber die Püppchen wollen schliesslich verkauft werden.

/ muri