Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker (2019)

Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker (2019)

Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers
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  2. 141 Minuten

Filmkritik: Ende gut, alles gut?

Ein felsenfest überzeugter Blick
Ein felsenfest überzeugter Blick © Lucasfilm

Auch ein Jahr nach der erbitterten Schlacht auf Crait versucht der Widerstand unter der Führung von General Leia (Carrie Fisher) verzweifelt, neue Anhänger für seinen Kampf gegen die Truppen der First Order zu gewinnen. Währenddessen ist Supreme Leader Kylo Ren (Adam Driver) immer noch davon besessen, die gesamte Galaxis zu unterjochen. Er wird von niemand Geringerem als dem totgeglaubten Imperator Palpatine (Ian McDiarmid) unterstützt, der ihm den Auftrag erteilt, Rey (Daisy Ridley) zu sich zu bringen. Diese führt ihr Jedi-Training alleine fort und studiert fleissig die Bücher, welche sie von Ack-Toh retten konnte.

R2-D2+C-3PO=BFF
R2-D2+C-3PO=BFF © Lucasfilm

Angesichts dieser neuen Bedrohung durch Palpatine bricht Rey ihr Selbststudium ab, um gemeinsam mit Poe (Oscar Isaac), Finn (John Boyega), Chewie und den Droiden auf eine Mission aufzubrechen, deren Erfolg die Waage auf die Seite des Widerstandes kippen und den auferstandenen Imperator und den ambitionierten Kylo Ren endgültig besiegen könnte. Bei ihrem Unterfangen bekommen sie Hilfe von neu gewonnen Verbündeten und Spionen, welche die First Order infiltriert haben.

Für den letzten Teil der Saga hat sich J.J. Abrams viel vorgenommen. So wirkt der Film etwas überladen und droht beinahe zu bersten ab der Menge an Inhalt, Plot und Anspielungen für Fans. Zwar ist für jeden Fan etwas dabei, vieles wird jedoch auch zu Diskussionen führen. Zum Glück gehen aber die Figuren nicht vergessen, und die Chemie zwischen dem Ensemble stimmt. Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker schliesst nicht nur die Sequel-Trilogie ab, sondern funktioniert mehr oder weniger einigermassen als Abschluss der gesamten Skywalker-Saga, erweitert mythologische Aspekte des Universums und bietet einige der beeindruckendsten Bilder der gesamten Reihe.

Es ist kaum vorstellbar, was von Regisseur J.J, Abrams verlangt wurde: eine Fangemeinde wieder zu vereinen und eine über 40-jährige Saga mit einem zufriedenstellenden Finale abzuschliessen. Ob ihm Ersteres gelingen wird, bleibt abzuwarten. Letzteres jedoch hat er definitiv geschafft. Der Film beantwortet nicht nur Fragen aus der aktuellen Trilogie, sondern wirft auch neues Licht auf einige Aspekte der gesamten Saga. Besonders spannend ist sein Umgang mit der Jedi- und Sith-Mythologie, welche an ein paar der besten Geschichten des erweiterten Universums vergangener Tage erinnert. Alles, was mit der Rückkehr Palpatines zusammenhängt, ist sowohl optisch als auch inhaltlich wunderbar düster und episch und unterstreicht deutlicher als je zuvor, dass Star Wars dem Fantasy-Genre einzuordnen ist.

Im Kontrast zu dieser bedrohlichen Angelegenheit steht die zentrale Mission unserer Helden, die Star-Wars-Feeling und Spass pur bietet. Die Chemie stimmt, und es ist besonders erfreulich, dass C-3PO (Anthony Daniels) diesmal auch eine wichtige Aufgabe erhält und mittendrin dabei sein darf beim Abenteuer. Umso enttäuschender, dass seine Figur in der zweiten Hälfte nur noch für müde, repetitive Witze gebraucht wird. Nicht gross mitmischen darf Rose Tico (Kelly Marie Tran). Die sympathische Mechanikerin wird auf die Ersatzbank verdrängt. Sie macht Platz für eine ganze Menge neuer Figuren, die in Episode IX zum ersten Mal zu sehen sind. Während der neue Droide D-0 enttäuscht, begeistern Zorii Bliss und Jannah. Die Show stiehlt ihnen aber ein winziger Mechaniker namens Babu Frik, dessen charmanter Auftritt zu den amüsantesten Momenten gehört.

Die Geschichte mag zu dicht sein und einige Entscheidungen gegen Ende werden Gemüter erhitzen, doch auf der technischen Ebene übertrifft sich Star Wars wieder einmal selbst. Eine aufregende Sequenz mit einer neuen Art von Stormtroopern gehört zu den Highlights in Sachen Action und wird nur vom besten Lichtschwert-Duell seit Revenge of the Sith überboten. Wie in dieser Sequenz mit dem Sounddesign gearbeitet wird, ist beeindruckend und zeigt, dass bei Star Wars in jeder Sparte nur die Besten gut genug sind. John Williams gibt in seinem letzten Star-Wars-Score noch einmal alles. Besonders gut gelungen ist sein neues Thema zu den "Knights of Ren". Etwas schade ist der Einsatz von zu viel Zeitlupe und anderen Kameraspielereien, welche den Film zu "modern" scheinen lassen. Gekoppelt mit dem rasanten Erzähltempo kommt etwas zu viel Videogame-Feeling für eine solch klassische Geschichte auf.

Star Wars: Episode IX - The Rise of Skywalker ist reifer als The Force Awakens, aber weniger mutig als The Last Jedi, was wohl daran liegt, dass Fans beider Filme bedient werden sollen. Herausgekommen ist ein dichter Film mit unzähligen Wow-Momenten und tollen Figuren, den man erst nach mehreren Malen anschauen so richtig verarbeiten und einordnen kann.

/ ma

Kommentare Total: 11

Legolas 23

Als Star Wars Fan der ersten Stunde war für mich die Fortsetzung in den 2000er Jahre mit Episode 1-3 also der Vorgeschichte ein Traum oder ein Albtraum wahr geworden, diese Streifen waren alle Müll, Fehlbesetzt mit unsympathischen Figuren und mit Special Effect überhäuft. Star Wars war für mich gestorben. Episode 7 war hingegen ganz nett und sogar gut. Vom Ablauf und der Geschichte war es eine Kopie vom Original Krieg der Sterne. Die letzten Jedi war dann wirklich gut, back to the Roots mit schönen Bildern und toller Atmosphäre, die alten Teile schon hatten. Special Effects gekonnt in Szene gesetzt und nicht überladen. Man konnte dem geschene richtig gut folgen. Sogar mit epischen Kameraeinstellungen.
Nun habe ich mich so auf Teil 9 gefreut.
Leider konnte ich diesen nicht im Kino anschauen, sondern nur Zuhause und da war es, das gewisse etwas, die Magie, das Feeling.
Für mich grossartig und ein Dankeschön an J.J. Er wollte viel, zu viel aber man merkt dem Film an dass er nur das Beste wollte für Alle.
Klar es hat ein paar hänger, klar ein biischen too mutch happy End aber hey, sie haben en scih verdient.
Was mich am Film so fasziniert und in den Bann gesogen hat war der musikalische Einsatz vom scroe.
Nie wurde er besser und öfter eingesetzt und mit vollem Surroundsound war das schon die halbe Miete.
Der FIlm bietet ein tollen Abschluss, mit alten Geischtern, gezeichnet wie wir im richtigen Leben.
Die Figuren wurden immer mehr sympathisch und die action wurde toll in szene gesetz, toller Kamera einstellung, epische Kunstpausen, einfach perfekt.
Klar an der Story, könnte man dies und das und hätte man nicht ... Ja.
Aber man musste das Ganze zu Ende bringen und das ist nicht einfach mit solchem Müll wie Episode 1-3.
Epsiode 1-3 hat es fast geschafft die Saga zu ruinieren.
Mandalorian ist ein eigenes Thema und kann sich frei bewegen, ist wirklich super, aber es ist nicht Star Wars.

Murikov

Ui, was für ein Hänger... Die Trilogie war wieder mal ein Paradebeispiel, wie zu viele Köche den Brei versalzen können.

Ironischerweise war die Trilogie für mich wie das im Film vorgekommene "Lightspeed Skipping" - sieht zwar ganz nett aus, aber zu sprunghaft wurde Vollgas von einem Plotloch ins nächste gesprungen.

Ne, für mich ist die Franchise auch fertig.

Blessed Rabbit

2,5 Stunden meiner Lebenszeit gestern im Kino für diesen Film verloren...
Der Film reisst nicht mit. Die Figuren sind mir egal. Die Handlung ist schon 1000mal so gesehen worden.
Star Wars... du bist für mich endgültig tot.

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