Spider-Man: Far From Home (2019)

Spider-Man: Far From Home (2019)

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  2. 129 Minuten

Kommentare Total: 5

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muri

Filmkritik: And Eiiii will always looove you!

Sebastian Striggow

Vielleicht sollte man vll das nächste Mal keinen Fanboy so ein Review schreiben lassen. Was verspricht denn die Story? Und auf einer Skala von 1 bis 100, wie sehr geht denn die Post ab?
Ganz ehrlich. Diese Kritik hat mir genau 0,0 gebracht. Nur ein blindes abwedeln auf eine ausgelutschte Marke ohne wirklich mal genauer auf den Film einzugehen, bringt mir als Leser rein gar nichts.

crs

"Spider-Man: Far From Home" fällt die undankbare Aufgabe zu das MCU wieder anzuschieben, nachdem die Reihe doch nach "Avengers: Endgame" recht gut abgeschlossen wurde. Die Leichtigkeit wie "Far From Home" dies schafft, ist bewunderswert. Dem Film fehlt die "Epicness" von Endgame, doch war das nie das Ziel. Für sich gesehen ist dieser Film eine herzige Teenager-Komödie mit einem Paar, denen man ein Zusammenkommen auch tatsächlich wünscht. Tom Holland und Zendaya sind einfach putzig.

Jon Watts und die Drehbuchautoren haben auch den zweiten Spidey-MCU-Solofilm perfekt auf ihre geschaffene Teenager-Spinne zugeschnitten: Peter darf an sich selbst zweifeln und ein paar Mal sogar groben Mist bauen. Das macht diesen Spider-Man überaus sympathisch, weil er sich eben nicht immer wie der grosse Held benimmt. So ist die erste Hälfte überaus unterhaltsam und ganz nett.

Dann aber steigert sich der Film in der zweiten Hälfte zum visuell atemberaubenden Blockbuster mit kreativen Sequenzen, bei denen sich die Macher dank des gewählten Gegenspielers so richtig austoben können, auch wenn es vom Plan her bereits ähnliche Gegenspieler im MCU gab.

Trotzdem, diese Mischung aus Teenager-Komödie und Actionfeuerwerk (das Finale stellt vieles im MCU in den Schatten) geht wunderbar auf, es gibt viele kleine Details im Zusammenhang mit der ganzen Thanos-Sache zu entdecken und die letzte After-Credit-Szene beseitigt sogar noch aufkommende Zweifel bei einer nicht unwichtigen Figur. Dieser Film scheint von A bis Z genau durchdacht zu sein und gehört neben "Spider-Verse" und Raimis "Spider-Man 2" zu den besten Spidey-Filmen aller Zeiten.

5.5*

daw

Finde die aktuelle Bewertung (5+) und die Kritik auch eher übertrieben. Der zweite Teil des Films macht den faden ersten wieder etwas wett, aber grundsätzlich fehlt es mir ein bisschen an Witz und Logik. Alles in allem ein guter Spider-Man Film, aber nach dem tollem "Homecoming" habe ich schon etwas mehr erwartet.

abt

Schokolade geniessen
Mit Spider Man - Far From Home (2019) gelingt Regisseur Jon Watts ein unterhaltsamer Film über das Erwachsenwerden jungen Menschen und der Gesellschaft im 21. Jahrhundert.
Peter Parker half als Avenger bei der Rettung der Erde, mit zarten sechzehn Jahren. Da scheint es nur verständlich, möchte er seine Klassenfahrt geniessen. Dass er als Superheld lieber den Fokus auf seine Klassenfahrt legt und nicht auf die Verhinderung eventueller Bedrohungen zeigt deutlich, wie Jugendliche ticken: Auch wenn sie in der Schule tagtäglich aufmerksam sein und ihre Leistung liefern sollten, wie Peter Parker als Spider Man, so passiert in ihren Gedanken etwas ganz anderes; nämlich Mädchen und Jungen. Die Welt um sie herum mag brennen oder versinken, letzten Endes zählt nur die Aufmerksamkeit des Schwarms. Dass das zu grobe Herausreissen aus den eigenen Problemen, das zu frühe Aufbürden grosser Verantwortung und das Schauen der Welt durch die Brille eines Erwachsenen ein junger Erwachsener nicht problemlos bewältigen kann, überrascht nicht.
Vor allem die Barszene zwischen Mysterio und Peter Parker verdeutlicht diesen inneren Konflikt in Jugendlichen par excellence. Auf der einen Seite sitzen sie in einer Bar, einem Etablissement, das für Erwachsene gedacht ist, auf der anderen Seite trinkt Peter seine Limonade mit kindlicher Haltung und Strohhalm. Zudem sitzt neben ihm ein heldenhaftes Mannsbild in Form von Mysterio, wo sich viele kleine Jungen wohl wünschen, auch einmal so zu werden: Ein wallender Umhang, breite Schultern, kantiges und bärtiges Gesicht. Peter befindet sich in dieser Barszene im Hauptkonflikt eines jeden jugendlichen Menschen: Einerseits will man auch so erwachsen und cool sein, andererseits möchte man mit seinen Freunden spielen und seinen Schwarm anhimmeln gehen.
Doch der Film geht ab dieser Barszene noch weiter und verlässt den Bereich des Individuellen hin zur Gesellschaft. Die Umwälzung durch die Digitalisierung wird das Zusammenleben unter Menschen vielerorts auf den Kopf stellen. Technische Fortschritte und Entwicklungen erlauben schon jetzt und werden in Zukunft noch mehr Dinge erlauben, von denen lange Zeit nur geträumt werden konnte. Die dystopischen Elemente des Films beruhen allesamt auf digitalem Fortschritt und zeigt das Pubertierende der Gesellschaft: Alles, was irgendwie geht, soll ausprobiert werden, Grenzen getestet und überwunden werden, ohne an die Konsequenzen oder Schäden zu denken. So wie es Jugendliche auch tun, sei es in Bezug auf ihre Bekleidung, ihr Konsum- und Ausgehverhalten oder auch im Verhalten gegenüber anderen Menschen. Grenzen werden ausgetestet. Schliesslich muss der eigene Platz im Leben gefunden werden.
Das Problem dieses Austestens der Grenzen auf digitaler Ebene scheint aber nach hinten loszugehen, wie Jon Watts mit eindrücklichen CGI-Effekten zeigt. Spätestens seit Kant wüsste die Gesellschaft um den Wert von aufgeklärtem Gedanken. Geht es um die Digitalisierung, wird dieses jedoch ausgeblendet. Spider Man - Far From Home zeigt uns, dass wir als Gesellschaft entscheiden sollten, welche technischen Möglichkeiten auch wirklich umgesetzt werden sollten. Und welche nicht. Es ist wie beim Essen: Nur weil man eine ganze Tafel Schokolade essen kann, muss man sie nicht vollständig verschlingen. Schliesslich würde einem danach schlecht. Besser scheint es, ein zwei Stücke bewusst zu geniessen und entsprechend sinnvoll zu geniessen.

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