A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon (2019)

A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon (2019)

Shaun das Schaf - Der Film: UFO-Alarm
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  3. 86 Minuten

Filmkritik: Der Wahnsinn kommt von oben

Guguuseli!
Guguuseli!

Mossingham ist ein verschlafenes Kaff irgendwo in England. Auf dem Hof des Bauern ist der Alltag so, wie er schon seit längerem ist: Der Chef macht es sich vor dem Fernseher gemütlich, Wachhund Bitzer muss die Herde durchgeknallter Schafe hüten und Schaf Shaun hat den Kopf voller Unsinn. Nun aber kommt Leben in die Bude, als ein Ufo im naheliegenden Wald abstürzt, die Bevölkerung ins Alienfieber fällt und die Regierung Truppen schickt, um den Fall zu untersuchen. Dabei hat sich das kleine Alien schon lang auf dem Bauernhof eingefunden und freundet sich ausgerechnet mit Shaun an, der die Fähigkeiten des kleinen, herzigen Wesens schnell mal braucht, um nochmals ein bisschen mehr Spass zu haben.

Runde Sache!
Runde Sache!

Das Abenteuer wird jedoch bald "ernster", denn die kleine Besucherin will wieder nach Hause. Sie vermisst ihre Familie und macht sich mit Shaun auf, das Raumschiff zu finden und wieder in Gang zu bringen. Das heisst aber auch, dass sich das ungleiche Duo gegen Regierungsbeamte wehren muss, stetig im Versteckten agiert und (selbstverständlich) keine Gelegenheit auslässt, Spass zu machen und Streiche zu spielen. Doch als das Ufo von der Regierung beschlagnahmt und Wachhund Bitzer im Innern des Raumschiffs in den Schlaf gesprüht wird und das kleine Alien vor der endgültigen Entdeckung steht, muss sich Shaun bewusst darüber werden, was es heisst, Verantwortung für eine Freundin zu übernehmen.

A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon ist sehr schön produziert und beweist einmal mehr, dass die kreativen Köpfe der Aardman-Studios ihresgleichen suchen, wenn es um diese spezielle und wunderbare Art der Animation geht. Leider hat man es hier verpasst, das Alien-Abenteuer in eine fetzigere Story zu packen, die auch wirklich durchgehend das hohe Niveau hält. Nichtsdestotrotz ist der Film absolut sehenswert und dürfte Fans des frechen Schafes ohnehin gefallen.

Shaun, das Schaf hat sich in diversen Kurzfilmen längst in unsere Herzen gespasst. Mit dem ersten Film wurde die nächste Stufe der Berühmtheit erklommen, und da das Stop-Motion-Animationsabenteuer im Kino ein Hit war, folgt nun ein weiterer Spass mit der Herde. In A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon entführen uns die genialen Macher der Aardman-Studios in eine Sci-Fi-Geschichte, die nicht nur Spass macht, sondern auch technisch hervorragend produziert daherkommt.

Der Film beginnt mit dem üblichen Wahnsinn auf der Mossy Bottom Farm: Ein paar Streiche, der grummlige Wachhund und fliegende, spielende, blökende oder lachende Schafe gehören zum Alltag. Mit dem Auftauchen des ausserirdischen Besuchers wird der Fokus weg von der Farm genommen und auf die Abenteuer des kleinen Tierchens im Supermarkt oder auf der Strasse gelegt. Das ist herzig, macht Spass, doch kommen dabei auch die Schwächen der Geschichte zum Vorgrund. Denn so richtig vorwärts geht diese nicht, Überraschungen fehlen und Spannung ist auch nur sehr bedingt vorhanden. Die Macher setzen auf Slapstick und Spässchen und kommen hier im Laufe des Films leider an ihre Grenzen.

Highlights in A Shaun the Sheep Movie: Farmageddon sind die Momente auf dem Hof und die ersten Begegnungen mit dem kleinen Alien. Zwar ist das Ganze auch danach noch witzig und regt zum Schmunzeln und Grinsen an, aber die grossen Lacher fehlen, zumal auch die Story sichere Wege geht. Hier hätte der Film durchaus etwas frecher sein dürfen, so dass nicht nur die jüngeren Schaf-Fans voll auf ihre Kosten kommen.

/ muri