Polar (2019)

Polar (2019)

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Filmkritik: Smack My Bitch Up!

Netflix
Where's your wheelchair, Andy?
Where's your wheelchair, Andy?

Duncan Vizla (Mads Mikkelsen) ist einer der weltbesten Auftragskiller und steht kurz vor seiner Pensionierung. Der Ruhestand birgt aber grosse Gefahren für den Profi. Sein Arbeitgeber Mr. Blut (Matt Lucas) möchte ihm nur sehr ungern die Rente ausbezahlen, und so ruft dieser kurzerhand einen mörderischen Trupp zusammen, der Vizla töten soll. Doch The Black Kaiser, wie Vizla genannt wird, ist auf der Hut. Er taucht im verschneiten Montana unter, wo er auf die scheue Camille (Vanessa Hudgens) trifft und sich mit ihr anfreundet.

In dieser mit Instagram-Filtern überzogenen Welt voller Geschmacklosigkeiten macht ein grandioser Mads Mikkelsen auf John Wick. Zur Vorbereitung lohnt sich ein Blick auf das Schaffen von Jonas Åkerlund. Der Schwede ist unter anderem für die Musikvideos zu Rammsteins "Pussy" und The Prodigys "Smack My Bitch Up" verantwortlich und hat mit Spun einen der ekligsten Drogenfilme überhaupt gedreht. Nun polarisiert er auch bei Polar mit ähnlichen Zutaten; vermischt wird das Ganze mit etwas Sin City, literweise Körperflüssigkeiten und Beats von Deadmau5. Das ist alles nahe an der Schmerzgrenze, und doch schafft er es, mit dieser In-Your-Face-Ästhetik zu punkten.

09.02.2019 / yan