O que arde (2019)

O que arde (2019)

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Filmkritik: The roof, the roof, the roof is on fire - and everything else too.

72e Festival de Cannes 2019
"Ich hab Feuerchen gelegt."
"Ich hab Feuerchen gelegt."

Der Pyromane Amador Coro (Amador Arias) wanderte für seine gelegten Brände in den Knast, doch ist er nun wieder auf freiem Fuss. Da er sonst niemanden hat, reist er zu seiner Mutter Benedicta (Benedicta Sánchez) in ein kleines Dorf in den Bergen Galiciens. Den dort lebenden Menschen ist Amador jedoch nicht geheuer. Sie alle wissen über seine Taten bestens Bescheid und fürchten neue von ihm ausgelöste Brände, die alles vernichten können. So schlägt Amador von Tag eins an viel Hass und Misstrauen entgegen. Besteht für den Mann Hoffnung oder ist er ein hoffnungsloser Fall?

Galizien gehört zu den Gebieten in Europa mit den meisten Waldbränden. Diese können verschiedene Gründe haben, doch seien laut Regisseur Oliver Laxe die meisten provoziert, um Gewinn aus ihnen zu schlagen. Die Bevölkerung sucht dann meist eine Person, der man die Schuld geben kann, und um genau so eine Figur geht es hier. Dabei weiss der Zuschauer eigentlich nie, woran man bei Amador ist. Diese Ungewissheit sollte dem Stoff Zünder geben. Stattdessen ist es einem nach einer Weile völlig egal, da wir mit keiner einzigen Person im Film warm werden. Wärme bringt dann ein eindrücklich gefilmter Brand gegen Ende. Die emotionale Brücke zum Zuschauer wurde jedoch schon lange zuvor abgebrannt.

/ crs