My Zoe (2019)

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Filmkritik: Gone Girl!

44th Toronto International Film Festival
Jetzt bloss nicht niesen.
Jetzt bloss nicht niesen.

Die Ehe von Isabelle (Julie Delpy) und James (Richard Armitage) ging schon vor einer Weile in der Brüche, doch aufgrund der gemeinsamen Tochter Zoe (Sophia Ally) müssen sich die Geschiedenen notgedrungen immer mal wieder sehen - und das scheint beiden nicht wirklich zu passen. Dann eines Morgens der Schock: Zoe wacht nach einer Nacht bei Isabelle nicht mehr auf. Die Ambulanz wird gerufen, welche das kleine Mädchen sofort auf die Intensivstation bringt. Wenig später kommt der Moment, der Isabelle und James für immer verändern wird und aufgrund dessen Isabelle einen Weg einschlägt, der moralisch mehr als fragwürdig ist.

Wer bei My Zoe genau hinsieht, wird merken, dass die Geschichte des Filmes wohl nicht im Veröffentlichungsjahr 2019 spielt, sondern in einer "nicht weit entfernten Zukunft". Weshalb das so ist, wird in der zweiten Hälfte des Filmes offensichtlich, in welcher das Ganze nach einem durchaus überzeugenden ersten Teil völlig abstürzt. Der Film schlägt eine Richtung ein, von der man inständig hofft, dass er sie bitte nicht einschlagen möge (auch wenn sich dies von der Storyentwicklung her gesehen nicht umgehen liess). Über den Inhalt des Gesehenen kann diskutiert werden, aber wie es dargestellt wird, wirkt furchtbar abgedroschen. So bleibt nach anfänglichen Tränen nur noch das Kopfschütteln.

/ crs

Trailer Deutsch, 01:53