La Mami (2019)

La Mami (2019)

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  2. 81 Minuten

Filmkritik: Maaami, wo sind meine Strapsen?!

16. Zurich Film Festival 2020
Mom! Mom! Mama! Mama! Mommy! Mum! Mum! Mami! Mama!
Mom! Mom! Mama! Mama! Mommy! Mum! Mum! Mami! Mama! © Zurich Film Festival

Olga, von allen nur «Mami» genannt, arbeitet in einem bekannten mexikanischen Cabaret. Aber nicht etwa als Tänzerin, sondern als Putzkraft. Hinter den Kulissen putzt sie die Toiletten der angestellten Frauen und lebt lediglich von deren Trinkgeld.

Die korpulente ältere Frau hat schon viel erlebt und teilt ihre Weisheiten gern mit den Tänzerinnen. Diese klagen ihr auch gerne ihr Leid, worauf sie ihnen gute Ratschläge gibt. Zum Beispiel findet sie, dass Männer nur für zwei Dinge gut sind: für Geld und für nichts.

Mami ist eine interessante Persönlichkeit, über man in La Mami aber herzlich wenig erfährt. Weder sie noch die Tänzerinnen werden wirklich charakterisiert und einen roten Faden, geschweige denn irgendeine Form von Dramaturgie sind in dieser Doku nicht zu finden. Wie ihr Leben spielt auch der Film komplett in dem WC und verweigert so jeglichen Blick hinter die Kulissen der «Puffmutter». Ausserdem beleuchtet er nichts wirklich kritisch, sondern beobachtet einfach diese Frauen beim Rein- und Rausgehen. Mässig spannend und leider auch nur mässig interessant.

Nicolas Nater [nna]

Nicolas schreibt seit 2013 für OutNow. Er moderiert seit 2017 zusammen mit Marco Albini den OutCast. Ausser für Geisterbahn-Horrorfilme, überlange Dramen und Souls-Games ist er filmisch wie spielerisch für ziemlich alles zu haben. Ihm wird aber regelmässig vorgeworfen, er hätte nichts gesehen.

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