Line of Duty (2019)

Line of Duty (2019)

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  3. 98 Minuten

Filmkritik: Dumm gelaufen ...

«Wehe, dem Pflänzchen passiert was!»
«Wehe, dem Pflänzchen passiert was!» © Koch Media

Frank Penny (Aaron Eckhart) ist ein erfahrener Cop, der es aber nicht ganz nach oben geschafft hat. Er liebt seine Arbeit, bereitet sich am Morgen jeweils optimal auf seinen Arbeitstag vor und handelt stets nach bestem Wissen und Gewissen. Nun aber wird er durch einen Funkspruch in eine Verfolgungsjagd verwickelt, in welcher er einem Flüchtigen nachjagt, obwohl er sich hätte raushalten sollen. In einer Gasse kommt es zur Konfrontation und Penny muss die Pistole ziehen und den Flüchtigen erschiessen. Was er zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss: Der Tote ist einer der Entführer der Tochter des Polizeichefs (Giancarlo Esposito)!

Run, Cop, Run!
Run, Cop, Run! © Koch Media

Nun drängt die Zeit, denn das entführte Mädchen ist in Lebensgefahr und Frank mit der Schuld konfrontiert, dass die ermittelnden Cops keine Chance auf eine Spur zur Vermissten haben. Aus diesem Grund macht sich Frank allein auf, diese Ermittlungen zu führen, kriegt aber bald Unterstützung von der Internetreporterin Ava (Courtney Eaton), die ihn mit laufender Kamera begleitet. Das ungleiche Team findet dabei langsam zueinander und sieht sich bald in tödlicher Gefahr.

Line of Duty ist ein B-Actioner, der viele gute Momente hat und vor allem mit Spannung, Tempo und Intensität punktet. Inhaltlich sehen wir allerdings keine grossen Sprünge und auch in Sachen Charakterentwicklung und Anspruch muss sich diese Produktion bei der Konkurrenz hintanstellen. Wobei, als schnell verdauter Actionsnack für zwischendurch hat Line of Duty absolut seine Berechtigung und unterhält angenehm.

In Regisseur Steven C. Millers Erfahrungsrucksack lassen sich bereits B-Action-Filme wie Arsenal, First Kill und Escape Plan: Hades finden. Damit beweist er, dass er zwar anständige Actionfilme drehen kann, aber mit der Erzählung einer interessanten Story (noch) seine Mühe hat. Seinen neuesten Versuch hat der gute Mann Line of Duty genannt und lässt darin The Dark Knight-Star Aaron Eckhart über 90 Minuten lang im Brennpunkt agieren.

Viel Text oder anspruchsvolle Momente bietet auch Line of Duty nicht, wobei dieser flott inszenierte Actionfilm eine ganz grosse Stärke hat: sein Tempo! Kurz nach Filmstart sind wir mitten in einer langen Verfolgungsjagd, die unseren Hauptcharakter schonmal gut in Szene setzen kann. Auch danach geht es mit grossen Schritten von einer Actionsequenz zur nächsten. Ob Schiesserei, Geprügel oder Explosionen: Line of Duty liefert ab! Nicht auf überragendem Niveau und inhaltlich einfach gehalten, aber als Action-Snack absolut gelungen.

Aaron Eckhart scheint (auch) zu den Hollywoodrecken zu gehören, die sich immer wieder selber in solchen Actionfilmen beweisen müssen. Er wird schauspielerisch nicht gefordert, hat dafür physisch einiges zu bewältigen. Durch die Hinzunahme seiner Filmpartnerin Courtney Eatons (Gods of Egypt lockert sich der störrische Cop etwas und die Dialoge der beiden Generationenvertreter bringen etwas Leichtigkeit in die stetige Action. Die Auftritte von The Mandalorian-Baddie Giancarlo Esposito sind hingegen leider rar und reichlich nichtssagend. Da hätte man den guten Mann schon besser einsetzen und fordern sollen.

Dani Maurer [muri]

Muri ist als Methusalem seit 2002 bei OutNow. Er mag von Animation über alte Monsterfilme bis zu intergalaktischen Abenteuern alles, was ansteht. Bei öden Rom-Coms kriegt er vielfach Bauchweh, aber im IMAX überlebt er auch das.

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Trailer Englisch, 02:16