Leaving Neverland (2019)

Leaving Neverland (2019)

James Safechuck war neun, als er Michael Jackson das erste Mal traf, Wade Robson sieben. Beide waren eng mit dem Superstar befreundet und verbrachten viel Zeit mit ihm auf Tour und auf der Neverland Ranch. Erst als Erwachsene können sie aber erzählen, dass sie von Jackson sexuell missbraucht wurden.

Regie
Darsteller
, ,
Genre
Laufzeit
240 Minuten
Produktion
2019
Links
IMDb, TMDb
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I think we're not in Neverland anymore

Alle Welt spricht von der schockierenden Dokumentation, in der zwei Opfer davon berichten, wie sie als Kinder von Michael Jackson sexuell missbraucht wurden. Wir haben uns den Vierstünder angesehen.

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pps

Filmkritik: I think we're not in Neverland anymore

yan

Als Dokumentation ist Leaving Neverland in erster Linie schlicht zu lange geraten. 3 Stunden hätten hier völlig gereicht, vor allem wenn man sich vor Augen führt, wie viele Drohnenaufnahmen im Film vorhanden sind.

Zur Thematik: Ich bin kein MJ-Fan, aber seine Musik hat mich durch mein bisheriges Leben begleitet. Der King of Pop war auf jeden Fall ein absoluter Ausnahmekünstler und auch eine Ausnahme-Berühmtheit, die es so eigentlich gar nicht mehr gibt und wohl auch nicht mehr geben wird. Trotzdem war Michael krank und hat sich mit grösster Wahrscheinlichkeit an Kinder vergangen. Er wusste, was er tat, obwohl er wohl nie einem Kind absichtlich weh tun wollte. Er war selbst ein Kind, der nie eine Kindheit hatte und so im Körper eines erwachsenen, einsamen Mannes gefangen war, der sich auf seine Art nach Nähe, Zärtlichkeit und Liebe sehnte.

Man kann den Opfer und Angehörigen vieles vorwerfen bzw. unterstellen, aber Fakt ist und bleibt: MJ hatte stets junge Buben bei sich und hat sie über Jahrzehnte in sein Bett genommen. Da kann mir keiner sagen, das hätte nichts mit Pädophilie zu tun. Wenn man dazu den Worten der Opfer und deren Familien lauscht, sollte auch der grösste Hardcore-Fan feststellen, dass die ganze Geschichte, die mehrere Leben zerstörte sehr natürlich wirkt und die Aussagen durchaus Sinn ergeben.

Mal abgesehen davon, dass die Sex-Geschichten im brutalen Kontext zur Gutmütigkeit des Stars stehen. Hier kann es einem durchaus übel werden, denn genau das macht Jacko und diesen Fall ja so speziell. Niemand traute dies dem Popstar zu.

Jacko ist tot. Die Wahrheit bleibt ein Geheimnis und doch ist Leaving Neverland ein wichtiger Beitrag, der deutlich aufzeigt, was Starpower auslösen bzw. bewirken kann. Für Aussenstehende, wie auch für die Berühmtheit selbst.

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